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Pflanzliche Erzeugung

Der Pflanzenbau ist der planmäßige Anbau von Nutzpflanzen für die Ernährung von Mensch und Tier sowie zur stofflichen und energetischen Verwertung. Im Agrarstatus Sachsen wird die Anbaustruktur gezeigt.

Bewertung für Sachsen

Getreide ist die wichtigste Feldfrucht in Sachsen. Die Anbaufläche schwankt allerdings von Jahr zu Jahr um mehrere Tausend Hektar. Hackfrüchte verlieren im betrachteten Zeitraum an Bedeutung. Ein zunehmender Anbau von Mais kann u. a. auf die Erzeugung regenerativer Energien zurückgeführt werden. Raps und Rübsen profitierten von hohen Preisen. Nachdem die Europäische Kommission die Verpflichtung zur Flächenstilllegung aufgehoben hatte, ist der Umfang an Brachflächen zunächst deutlich zurückgegangen. Der Wiederanstieg ab 2015 geht auf die Greening-Verpflichtungen im Rahmen der europäischen Agrarpolitik zurück, genauso wie die leicht steigende Anbaufläche für Hülsenfrüchte.

Grafik: Anbaustruktur in Sachsen (Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen)

Leitbild der sächsischen Landwirtschaft ist die flächendeckende und umweltgerechte Landbewirtschaftung unter weitgehender Beachtung der Umweltressourcen Boden, Wasser und Luft sowie der natürlichen biologischen Vielfalt. Hier haben insbesondere bodenschonende Maßnahmen (z. B. nichtwendende - konservierende Bodenbearbeitung), die bedarfsgerechte N-Düngung und der Integrierte Pflanzenschutz Vorrang.

Der Pflanzenbau spielt unter Beachtung der Umweltressourcen Boden, Wasser und Luft sowie der natürlichen biologischen Vielfalt mit entsprechenden Bewirtschaftungsmaßnahmen eine große Rolle bei der Vermeidung bzw. Reduzierung von Emissionen, unerwünschten Stoffeinträgen sowie der Erhaltung der Biodiversität. Diesen Zielen trägt auch die Richtlinie »Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUK/2015)« Rechnung. Im Jahr 2015 wurden in Sachsen 4,8 % der Ackerfläche und rund 27 % des Grünlandes nach der RL AUK/2015 gefördert (Quelle: Agrarbericht 2015).

Bei der Interpretation des Indikators »Erosionsminderung in der Landwirtschaft« ist zu beachten, dass nur geförderte Ackerflächen berücksichtigt werden und die Förderflächenumfänge des AuW-Programms, im Unterschied zu denen des UL-Programms, ausschließlich dauerhaft konservierend bearbeitete Ackerflächen einbeziehen. Weil bis 2009 die AuW-Förderfläche durch eine Förderkulisse begrenzt wurde, sind Vergleiche zwischen dem UL-Programm und dem AuW-Programm nur sehr eingeschränkt möglich. Die Altverpflichtungen der Maßnahme »dauerhaft konservierend Bodenbearbeitung/Direktsaat« des AuW-Programms reichen noch über das Jahr 2015 hinaus (letzte Antragstellung ist in 2017 möglich).In der aktuellen Förderperiode wird die pfluglose Bodenbearbeitung nur noch in Form des Vorhabens »Streifensaat/Direktsaat« gefördert. Weil dieses Vorhaben erstmalig im Jahr 2016 beantragt werden konnte, sind für 2015 keine Flächen für die Förderung nach RL AUK/2015 ausgewiesen.

Im Futterbau wird die Produktionsfunktion der Feldfutterflächen und des Grünlandes wieder an Bedeutung gewinnen. »Nachhaltige Intensivierung« bedeutet hier mehr Futtermittel auf den standörtlich geeigneten Flächen zu produzieren und gleichzeitig die wesentlichen Ökosystemfunktionen zu erhalten. Damit soll der Nutzungsdruck auf die naturschutzfachlich wertvollen Flächen vermieden werden.
Die Verwertung pflanzlicher Erzeugnisse nimmt sowohl durch einen höheren Veredlungsgrad in der Lebensmittelbranche als auch durch eine verstärkte Nachfrage aus dem Sektor Energie (Kraft- und Schmierstoffe, Biogas, Verstromung) zu.
Im Internet des LfULG finden Sie Informationen zu wichtigen Bereichen der pflanzlichen Erzeugung, von der Bodenbearbeitung, über die Sortenwahl und Aussaat, Düngung, Pflanzenschutz bis hin zu Futterbau und Grünland sowie Agrarumweltmaßnahmen.

Marginalspalte

Bild: Blick auf ein Versuchsfeld mit Getreide, Kartoffeln und blühendem Raps.

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