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EU-Direktzahlungen

Die gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU stützt sich im Wesentlichen auf flächenbezogene Direktzahlungen an landwirtschaftliche Betriebsinhaber. Ursprünglich wurden sie eingeführt, um die sinkenden Stützpreise wichtiger Agrarerzeugnisse auszugleichen. Heute sind sie in Deutschland vollständig von der Produktion entkoppelt und entgelten pauschal dem Allgemeinwohl dienende Leistungen der Landwirtschaft, die nicht über den Markt honoriert werden. Außerdem sind sie ein finanzieller Ausgleich für die im internationalen Vergleich hohen Standards der EU in den Bereichen Umweltschutz, Tierschutz und Verbraucherschutz. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Einkommenssicherung und Risikoabsicherung der landwirtschaftlichen Betriebe und tragen damit wesentlich zur Erhaltung des Europäischen Landwirtschaftsmodells bei.

Grundbaustein der Direktzahlungen ist die Basisprämie. Sie wird auf Grundlage individueller Zahlungsansprüche gewährt. Dabei wird sie mit der Zahlung für Klima- und Umweltschutz förderliche Landbewirtschaftungsmethoden (Greeningprämie) sowie einem Zuschlag für die ersten 46 Hektar Betriebsfläche (Umverteilungsprämie) verknüpft. Berufseinsteiger, die erstmals einen landwirtschaftlichen Betrieb übernehmen, können darüber hinaus Junglandwirteprämie beantragen.

Zuweisung von Zahlungsansprüchen

Um Direktzahlungen zu erhalten, muss ein Betrieb über Zahlungsansprüche verfügen. Diese müssen jährlich mit je einem Hektar bewirtschafteter Fläche aktiviert werden. 2015 erfolgte eine Neuzuweisung von Zahlungsansprüchen auf Basis der in diesem Jahr vom jeweiligen Betrieb bewirtschafteten Fläche. Seit dem Antragsjahr 2016 ist eine Zuweisung von Zahlungsansprüchen nur noch für Junglandwirte und Neueinsteiger möglich.

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