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Ökologischer Landbau

Wir wollen den Ökolandbau konsequent voran bringen.

Staatsminister Wolfram Günther

Ökologischer Landbau ist eine moderne zukunftsweisende Form der Landbewirtschaftung und Nutztierhaltung, die in einem hohen Maß Nachhaltigkeit, Artenvielfalt, Boden- und Grundwasserschutz und Tierwohl in Einklang bringt mit regionaler Wertschöpfung und der Einkommenssicherung für landwirtschaftliche Betriebe.

Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher fragen Öko-Produkte nach. Der Bio-Anteil am Lebensmittelmarkt stieg in 2020 um 22 % auf 6,4 % (BÖLW-Branchenbilanz 2021).

Mit einem marktgerechten Wachstum des ökologischen Landbaus in Sachsen und innovativen Produkten aus regionalen Wertschöpfungsketten soll diese Nachfrage bedient werden. 

Der Anteil der ökologisch wirtschaftenden Betriebe liegt in Sachsen bereits bei über 12 %, der Anteil an der Landesfläche  bei 8,1 % (Stand 01.01.2021).

Neue Schwerpunkte für eine regionale & ökologische Land- und Ernährungswirtschaft

  • Unterstützung für neue Bio-Regio-Modellregionen
  • Unterstützung der Verwendung von mehr bio-regionalen Lebensmitteln in der Gemeinschaftsverpflegung
  • Förderung der Vernetzung der bio-regionalen Land- und Ernährungswirtschaft
  • Einrichtung einer Agentur für Agrarmarketing

Aktuelles

Bio-Erlebnistage 2022: Bio-Betriebe und Bio-Unternehmen gesucht!

Das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft bietet in Kooperation mit dem Bündnis Ökolandbau Sachsen die Bio-Erlebnistage an, die bereits im vergangenen Jahr erfolgreich als Öko-Aktionswochen stattfanden. Gesucht werden landwirtschaftliche Unternehmen, Gartenbaubetriebe, Imkereien und Verarbeiter mit Bio-Zertifizierung sowie solidarische Landwirtschaften, die eine Veranstaltung während der sächsischen Bio-Erlebnistage im Zeitraum 4. September bis 9. Oktober 2022 anbieten und Verbraucherinnen und Verbraucher hierzu einladen möchten. Das SMEKUL begleitet die Bio-Erlebnistage mit Werbemaßnahmen. Von Anzeigenschaltungen, Social Media-Werbung, Plakaten und anderen Maßnahmen profitieren alle Veranstaltenden. Angemeldete Veranstaltungen werden zudem auf der Webseite www.bio.sachsen.de veröffentlicht. Für landwirtschaftliche Unternehmen mit angeschlossener Direktvermakrtung besteht zudem die Möglichkeit für die Durchführung eines Hoffestes einen Festbetrag von 1000EUR über die Richtlinie »Absatzförderung der sächsischen Land- und Ernährungswirtschaft« (AbsLE/2019) zu beantragen. Ansprechpartnerinnen im SMEKUL: Beate Wunderlich & Elisa Böhme, Tel.: 0351-56423205 bzw. 0351-56423211 oder per Mail an: bio-regio@smekul.sachsen.de

Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau 2023

Ankündigung Bundeswettbewerb
© BMEL

Der Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau (BÖL) ist in eine neue Runde gestartet. Gesucht werden zukunftsweisende, innovative Betriebskonzepte, die sich in der Praxis bewährt haben. Diese Konzepte können den gesamten Betrieb umfassen oder einzelne Bereiche abdecken, wie zum Beispiel Lösungen in der Tierhaltung, im Natur- und Ressourcenschutz oder im Energiemanagement. Das BMEL ehrt mit dem Preis Bio-Landwirtinnen und -Landwirte, die mit innovativen und zukunftsweisenden Ideen besonders erfolgreich ökologisch wirtschaften. Lassen Sie andere an Ihrem Know-how, Ihren Ideen und Ihren landwirtschaftlichen Konzepten teilhaben.

Eröffnung des Kompetenzzentrums Ökologischer Landbau am 16.05.2022 in Nossen

© LfULG

Im Rahmen einer Fachtagung wird das Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau offiziell eröffnet. Interessierte sind herzlich eingeladen, gemeinsam mit dem Team, Expertinnen und Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Politik, Beratung sowie Praxis über künftige Themenschwerpunkte des Kompetenzzentrums diskutieren. Zum Abschluss gibt es einen Rundgang über die laufenden Feldversuche zum Ökolandbau.

BÖLN legt die Förderung von Bio-Wertschöpfungsketten neu auf

Die Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (Geschäftsstelle BÖLN) in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) sucht mit Bezug auf die „Richtlinie zur Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sowie von Maßnahmen zum Technologie

Staatsminister Günther gibt Startschuss für Bio-Regio-Modellregionen

Staatsminister Wolfram Günther übergibt symbolisch einen Korb mir regionalen Produkten

In Sachsen haben die ersten beiden Bio-Regio-Modellregionen ihre Arbeit aufgenommen. Die Region »Regionalwert schaffen – Lausitz« wirkt im Landkreis Görlitz und fokussiert die nachhaltige Entwicklung in der östlichen Lausitz. Kurze Wertschöpfungsketten sollen in dem Projekt mit dem Anbau alter Nutzpflanzenarten auf benachteiligten Böden verbunden werden. Die zweite Bio-Regio-Modellregion »Stadt-Land-Brücke 4.0 – Lausitz goes Dresden” verbindet die Produzentenregion Lausitz mit der Konsumentenregion Dresden. Zum Start der beiden Regionen fand am Donnerstag, 16.12.2021, ein Pressetermin mit Staatsminister Günther und den regionalen Akteurinnen statt. Symbolisch wurde ein Präsentkorb mit regionalen Produkten überreicht.

Mehr Regio- und Bio-Regio-Produkte in der Außer-Haus-Verpflegung

Titelblatt Arbeitshilfe
© Nina Weiler

Informieren Sie sich, welche Hebel das Vergaberecht bietet, um in Ihrer Kantine mehr regionale und mehr bio-regionale Lebensmitteln anbieten zu können. Im Auftrag des SMEKUL hat das Konsortium ecozept Deutschland, FiBL Projekte GmbH & Prof. Zeiss eine Arbeitshilfe entwickelt, die Vergabestellen unterstützt und am 06.12.2021 im Rahmen einer Online-Veranstaltung Interessierten vorgestellt wurde. Schritt um Schritt werden wichtige und hilfreiche Elemente des Vergabeprozesses erläutert. Textbausteine zu Ausschluss- und Bewertungskriterien können für die eigene Leistungsbeschreibung angepasst und verwendet werden.

Erster SoLawi-Workshop als Online-Veranstaltung in Sachsen

TeilnehmerInnen des Workshops

Am 26.11.2021 führte das SMEKUL einen Online-Fachworkshop für bestehende und sich gründende SoLawis (Solidarische Landwirtschaft) in Sachsen, durch. Folgende Schwerpunktthemen wurden auf der Grundlage von Fachvorträgen diskutiert: 1. relevante Förderrichtlinien (FRL AbsLE/2019, LEADER (RL LEADER/2014), LIW/2015) und 2. Bau- und Bodenrecht. Investive Förderung sowie Bau- und Bodenrecht stießen auf ein reges Interesse, da insbesondere Baumaßnahmen sowie der Zugang zu Flächen SoLawis vor große Herausforderungen stellt. Das Prinzip einer SoLawi ist, dass mehrere private Haushalte die Kosten eines landwirtschaftlichen Betriebs, wofür sie im Gegenzug dessen Ernteertrag erhalten, tragen. Im Vordergrund steht der persönliche Bezug zueinander und die vielfältigen Vorteile einer nicht-industriellen, marktunabhängigen Landwirtschaft. Wir bedanken uns bei den fachkundigen Referent:innen und den Interessierten für den offenen Austausch.

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