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Buchführungsergebnisse der Landwirtschaft

Hier finden Sie die Buchführungsergebnisse der Landwirtschaft nach Jahren sortiert. Auf der Grundlage der betriebswirtschaftlichen Buchführungsabschlüsse der Test- und Auflagenbetriebe werden jährlich die Buchführungsergebnisse landwirtschaftlicher Betriebe ermittelt.

Im Agrarstatus Sachsen wird die Entwicklung des nachhaltig verfügbaren Einkommens gezeigt.

In der Broschüre »Buchführungsergebnisse der Landwirtschaft 2018/2019« werden die wirtschaftlichen Ergebnisse von insgesamt 447 landwirtschaftlichen und 31 gartenbaulichen Unternehmen im Zeitraum 2018/19 dargestellt. Dieser Abrechnungszeitraum reicht vom Kalenderjahr 2018 (vorrangig in Juristischen Personen) bis zum Wirtschaftsjahr 2018/19 (vorrangig in Natürlichen Personen), das am 30.06.2019 endet.

In der sächsischen Landwirtschaft fiel die Ernte 2018 witterungsbedingt – es herrschte eine ausgeprägte Dürre - deutlich schlechter aus als im Jahr 2017. Die Erträge bei Getreide lagen deutlich unter den Vorjahreswerten und unter dem langjährigen Mittel. Laut Angaben des BMEL wurden in Sachsen 2018 durchschnittlich 60,3 dt Getreide pro ha geerntet. Das waren 14 % weniger als zur Ernte 2017 und 13 % weniger als im Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2018. Im Deutschlandvergleich waren die sächsischen Getreideerträge 2018 durchschnittlich - in Deutschland insgesamt wurden 60,4 dt/ha geerntet. Die Erträge beim Winterraps lagen in Sachsen bei 30,4 dt/ha. Damit fielen die Erträge 9 % geringer aus als zur Ernte 2017. In Deutschland betrug der Winterrapsertrag 30 dt/ha. 

Die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit ab dem Wirtschaftsjahr 2010/11 setzte sich in den Jahren 2013/14 bis 2015/16 nicht fort. Das „Ordentliche Ergebnis zzgl. Personalaufwand“ sank in diesen drei Jahren im Durchschnitt aller Landwirtschaftsbetriebe insgesamt um 10.000 EUR/Arbeitskraft bzw. um 27 %. Im Jahr 2016/17 stieg es auf 29.500 EUR/Arbeitskraft bzw. um 5 % und im Jahr 2017/18 nochmals um 8.000 EUR/Arbeitskraft bzw. um 27 % im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr an. Aufgrund der Auswirkungen der Dürre im Jahr 2018 lag das Ergebnis im Jahr 2018/19 ca. 6 % unter dem letzten fünfjährigen Mittel (2014/15 bis 2018/19 = 31.500 EUR/Arbeitskraft) und über 20 % unter dem Vorjahresergebnis. 

Die ausgewerteten Buchführungsabschlüsse zeigen, dass im Dürrejahr 2018 die Hauptursachen für die deutlich schlechtere wirtschaftliche Situation die geringeren Umsatzerlöse aus dem Marktfruchtverkauf, die höheren Futtermittelaufwendungen aber auch die geringeren Umsätze aus dem Milch- und Schweinefleischverkauf der Unternehmen waren. Letztere ergaben sich aufgrund der geringeren Milch- und Schweinepreise. Die Erhöhung der Zulagen und Zuschüsse, die sich unter anderem aus der Dürrebeihilfe ergaben, milderten die Einkommenseinbußen ab.

In der Broschüre »Buchführungsergebnisse der Landwirtschaft 2017/2018« werden die wirtschaftlichen Ergebnisse von insgesamt 476 landwirtschaftlichen und 28 gartenbaulichen Unternehmen im Zeitraum 2017/18 dargestellt. Dieser Abrechnungszeitraum reicht vom Kalenderjahr 2017 (vorrangig in Juristischen Personen) bis zum Wirtschaftsjahr 2017/18 (vorrangig in Natürlichen Personen), das am 30.06.2018 endet.

In der sächsischen Landwirtschaft fiel die Ernte 2017 schlechter aus als im Jahr 2016. Die Erträge bei Getreide lagen niedriger als 2016, aber immer noch leicht über dem langjährigen Mittel. Es wurden 2016 durchschnittlich 69,5 dt Getreide pro Hektar geerntet. Das waren über 7 % weniger als zur Ernte 2016, allerdings 1 % mehr als im Durchschnitt der Jahre 2011 bis 2016. Im Deutschlandvergleich waren die sächsischen Getreideerträge 2017 leicht unterdurchschnittlich (99 %), in Deutschland insgesamt wurden 70,4 dt/ha LF geerntet. Beim Winterraps wurden in Sachsen Erträge in Höhe von 33,2 dt/ha erzielt. Damit fielen die Erträge 10 % geringer aus als zur Ernte 2016. Der durchschnittliche Winterrapsertrag lag in Deutschland bei 32,7 dt/ha LF.

Die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit ab dem Wirtschaftsjahr 2010/11 setzte sich in den Jahren 2013/14 bis 2015/16 nicht fort. Das „Ordentliche Ergebnis zzgl. Personalaufwand“ sank in diesen drei Jahren im Durchschnitt aller Landwirtschaftsbetriebe insgesamt um 10.000 EUR/Arbeitskraft bzw. um 27 %. Im Jahr 2016/17 stieg es auf 29.500 EUR/Arbeitskraft bzw. um 5 % und im Jahr 2017/18 nochmals um 8.000 EUR/Arbeitskraft bzw. um 27 % im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr an. Dieses Ergebnis im Jahr 2017/18 lag 14 % über dem letzten fünfjährigen Mittel (2013/14 bis 2017/18 = 32.900 EUR/Arbeitskraft).

Die ausgewerteten Buchführungsabschlüsse zeigen, dass die Hauptursache für die deutlich verbesserte wirtschaftliche Situation die höheren Umsatzerlöse aus dem Milchverkauf der Unternehmen war. Diese ergaben sich aufgrund des höheren Milchpreises. Gewinn erhöhend wirkten gleichfalls höhere Zulagen und Zuschüsse (Öko-Prämie und produktbezogene Zahlungen Tierproduktion) und geringere Aufwendungen für Material im Bereich der Pflanzenproduktion, insbesondere für Düngemittel.

Gewinn mindernd wirkten demgegenüber die geringeren Umsatzerlöse aus der Marktfruchterzeugung - die Ertragsrückgänge zur Ernte 2017 schlugen sich hier nieder - und höhere Aufwendungen für Treib- und Schmierstoffe, Unterhaltung und Personal.

In der Broschüre »Buchführungsergebnisse der Landwirtschaft 2016/2017« werden die wirtschaftlichen Ergebnisse von insgesamt 476 landwirtschaftlichen und 26 gartenbaulichen Unternehmen im Zeitraum 2016/17 dargestellt. Dieser Abrechnungszeitraum reicht vom Kalenderjahr 2016 (vorrangig in Juristischen Personen) bis zum Wirtschaftsjahr 2016/17 (vorrangig in Natürlichen Personen), das am 30.06.2017 endet.

In der sächsischen Landwirtschaft wurde 2016 eine gute Ernte erzielt. Die Erträge bei Getreide lagen höher als 2015 und über dem langjährigen Mittel. Es wurden 2016 durchschnittlich 75,6 dt Getreide pro Hektar geerntet. Das waren 3 % mehr als zur Ernte 2015 und 10 % mehr als im Durchschnitt der Jahre 2011 bis 2015. Im Deutschlandvergleich waren die sächsischen Getreideerträge 2016 überdurchschnittlich (105 %), in Deutschland insgesamt wurden 71,8 dt/ha geerntet. Beim Winterraps wurden in Sachsen Erträge in Höhe von 37,1 dt/ha erzielt. Damit waren die Erträge 4 % geringer als zur Ernte 2015. Der durchschnittliche Winterrapsertrag lag in Deutschland bei 34,5 dt/ha.

Die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit ab dem Wirtschaftsjahr 2010/11 setzte sich in den Jahren 2013/14 bis 2015/16 nicht fort. Das „Ordentliche Ergebnis zzgl. Personalaufwand“ sank in diesen drei Jahren im Durchschnitt aller Landwirtschaftsbetriebe insgesamt um 10.000 Euro/Arbeitskraft bzw. um 27 %. Im Jahr 2016/17 stieg es auf 28.700 Euro/Arbeitskraft bzw. um 6 % im Vergleich zum Vorjahr an. Dieses Ergebnis lag trotz des Anstiegs immer noch 12 % unter dem letzten fünfjährigen Mittel (2012/13 bis 2016/17 = 32.500 Euro/Arbeitskraft).

Die ausgewerteten Buchführungsabschlüsse zeigen, dass die Hauptursachen für die leicht verbesserte wirtschaftliche Situation zum einen die geringeren Aufwendungen für Material, Personal und für die Unterhaltung und die etwas höheren Umsatzerlöse aus dem Milchverkauf waren. Zum anderen wirkten sich die geringeren Umsatzerlöse aus dem Getreide- und Ölsaatenverkauf in den Unternehmen wirtschaftlich negativ aus. Die geringeren Umsatzerlöse ergaben sich aufgrund der geringeren Erzeugerpreise für diese Produkte im überwiegenden Auswertungszeitraum.

 

In der Broschüre »Buchführungsergebnisse der Landwirtschaft 2015/2016« werden die wirtschaftlichen Ergebnisse von insgesamt 533 landwirtschaftlichen und 27 gartenbaulichen Unternehmen im Zeitraum 2015/16 dargestellt. Dieser Abrechnungszeitraum reicht vom Kalenderjahr 2015 (vorrangig in Juristischen Personen) bis zum Wirtschaftsjahr 2015/16 (vorrangig in Natürlichen Personen), das am 30.06.2016 endet.
In der sächsischen Landwirtschaft wurde 2015 eine eher durchschnittliche Ernte erzielt. Die Erträge bei Getreide, Hülsen- und Ölfrüchten lagen zwar niedriger als zur Spitzenernte 2014, aber höher als im langjährigen Mittel.
In Sachsen wurden durchschnittlich 72,9 dt Getreide pro ha landwirtschaftlich genutzter Fläche (LF) geerntet. Das waren 9 % weniger als zur Ernte 2014 und 11 % mehr als im Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2014.
Im Deutschlandvergleich waren die sächsischen Getreideerträge leicht unterdurchschnittlich (97%).
Beim Winterraps wurden in Sachsen Erträge in Höhe von 38,5 dt/ha erzielt. Damit waren die Erträge 16% geringer als zur Ernte 2014. Die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit ab dem Wirtschaftsjahr 2010/11 setzte sich in den Jahren 2013/14 bis 2015/16 nicht fort. Das „Ordentliche Ergebnis zzgl. Personalaufwand“ sank in den beiden Jahren 2013/14 und 2014/15 im Durchschnitt aller Landwirtschaftsbetriebe jeweils um 1.500 EUR/Arbeitskraft bzw. um 4 % gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2015/16 ging es auf 27.200 EUR/Arbeitskraft bzw. um 20 % im Vergleich zu 2014/15 zurück. Dieses Ergebnis lag gleichfalls 20 % unter dem letzten fünfjährigen Mittel (2011/12 bis 2015/16 = 33.600 EUR/Arbeitskraft).
Die ausgewerteten Buchführungsabschlüsse zeigen, dass die Hauptursache für die schlechtere wirtschaftliche Situation die geringeren Umsatzerlöse aus dem Milchverkauf in den Unternehmen darstellten. Diese ergaben sich aufgrund des Milchpreistiefs, das im gesamten Auswertungszeitraum herrschte.
Zusätzlich beeinflussten die geringeren Zulagen und Zuschüsse in den Landwirtschaftsbetrieben die Gewinnentwicklung negativ. Geringere Aufwendungen für Material und für die Unterhaltung wirkten diesem Trend entgegen.

In dem Diagramm wird die Entwicklung des nachhaltig verfügbaren Einkommens gezeigt. Seit Beginn der statistischen Erfassung stieg es tendenziell an. Schwankungen ergeben sich durch Witterungsbedingungen und Schwankungen der Erzeugerpreise. © LfULG

Grafik: Entwicklung des nachhaltig verfügbaren Einkommens (Quelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie)

Weitere Informationen im Agrarstatus

Es wird die Entwicklung des durchschnittlichen wirtschaftlichen Ergebnisses gezeigt. Im Jahr 12/13 wurde ein Maximum von 68 Tausend Euro je Arbeitskraft erwirtschaftet. Danach zeigt sich aufgrund geringerer Erzeugerpreise eine rückläufige Tendenz. © LfULG

Grafik: Betriebliches Ergebnis der Ackerbaubetriebe in Sachsen (Quelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie)

Im Diagramm wird die Entwicklung der Wirtschaftlichkeit in Ackerbaubetrieben gezeigt. Die wirtschaftlichen Ergebnisse zwischen den Betrieben des obersten und untersten Viertels unterscheiden sich deutlich. © LfULG

Grafik: Wirtschaftlichkeitsunterschiede in Ackerbaubetrieben (Quelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie)

Im Diagramm wird die Entwicklung des wirtschaftlichen Ergebnisses von Gartenbaubetrieben sowie aller Landwirtschaftsbetriebe dargestellt. Erfolgreiche Gartenbaubetriebe erreichten deutlich überdurchschnittliche Ergebnisse. © LfULG

Grafik: Wirtschaftlichkeit von Gartenbaubetrieben (Quelle: Buchführungsergebnisse von Test- und Auflagenbetrieben, eigene Zusammenstellung des LfULG)

Die Säulen zeigen das wirtschaftliche Ergebnis von Milchviehbetrieben nach Bundesländern. Die sächsischen Milchviehbetriebe erreichten eine unterdurchschnittliche Wirtschaftlichkeit. © LfULG

Grafik: Wirtschaftlichkeit von Milchviehbetrieben (Quelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie auf Basis der Buchführungsergebnisse des Bundes und der Länder)

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