Hauptinhalt

Einkommenslage (Erste Wertung)

Erste Einschätzungen der Wirtschaftlichkeitsentwicklung der sächsischen Test- und Auflagenbetriebe auf der Grundlage der BMEL-Jahresabschlüsse.

Die Wirtschaftlichkeit in den analysierten sächsischen Betrieben verschlechterte sich im Jahr 2018/19 deutlich. Das Ordentliche Ergebnis zzgl. Personalaufwand sank um 21 % bzw. um über 7.700 EUR pro Arbeitskraft. Es wurde ein Ergebnis in Höhe von 29.000 EUR pro Arbeitskraft erreicht, 2017/18 waren es 36.700 EUR pro Arbeitskraft.

In der sächsischen Landwirtschaft fiel die Ernte 2018 witterungsbedingt – es herrschte eine ausgeprägte Dürre - deutlich schlechter aus als im Jahr 2017. Die Getreidepreise zogen aufgrund der geringeren Erzeugung bei gleichfalls steigender Nachfrage an und lagen über dem Vorjahresniveau. Demgegenüber war das Wirtschaftsjahr 2018/19 von einem fallenden Milchpreis geprägt. Das Jahr 2018/19 war gleichfalls durch steigende Betriebsmittelpreise gekennzeichnet. Bei letzterem schlugen die deutlich höheren Futtermittelpreise zu Buche.

Die wirtschaftliche Situation verschlechterte sich 2018/19 in allen Betriebsformen, am stärksten in den Veredlungs- und Milchviehbetrieben. In beiden Betriebsgruppen summierten sich die Effekte aus den Dürreschäden und den niedrigeren Erzeugerpreisen für Milch und Schweine.

Der Ausblick auf die Ergebnisse des laufenden Abrechnungszeitraums (Kalenderjahr 2019 und laufendes Wirtschaftsjahr 2019/20) ist durchwachsen. Die Landwirtschaftsbetriebe konnten aufgrund der Trockenheit erneut nur eine unterdurchschnittliche Ernte in 2019 einbringen. Die Milcherzeuger vermarkten zu relativ stabilen Milchpreisen. Schweineerzeuger partizipieren von boomenden Erzeugerpreisen.

Für alle Landwirtschaftsbetriebe ist im Durchschnitt eine leichte Ergebnisverschlechterung in Höhe von minus 4% zu erwarten.

Die Prognoserechnungen aus 2018 für das hier analysierte Abrechnungsjahr 2018/19 wurden mit den vorliegenden Buchführungsergebnissen bestätigt. Dies zeigt die Genauigkeit der Prognoseergebnisse.

Voranzustellen ist, dass das Dürrejahr 2018 mit seinen Folgen erst in der Auswertung des Wirtschaftsjahres 2018/2019 seinen Niederschlag finden wird.

Der im Bericht betrachtete Abrechnungszeitraum 2017/2018 (01.01.2017 bis 30.06.2018) war geprägt durch geringere Erträge zur Ernte 2017, aber auch durch höhere Preise für Getreide. Die erzielten Milchpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 31 Prozent auf 36,64 Cent/kg Milch. Die wirtschaftliche Situation der Unternehmen verbesserte sich im Wirtschaftsjahr 2017/2018 in allen Betriebsformen, außer im Ackerbau. Die Verbesserungen stellten sich vor allem in Betrieben mit Tierhaltung (Futterbau-, Veredlungs- und Verbundbetriebe) ein, die (aufgrund der deutlich gestiegenen Milchpreise) auf höhere Umsatzerlöse in der Milcherzeugung zurückzuführen waren.

Im Durchschnitt aller analysierten Betriebe wurde ein Ergebnis in Höhe von 37.400 Euro/Arbeitskraft erreicht (Vorjahr: 28.300 Euro/Arbeitskraft). Damit wurde der seit dem Jahr 2013/2014 anhaltende Trend der Einkommensverschlechterung bzw. Einkommensstagnation gestoppt.

In das Abrechnungsjahr 2018/19 (Kalenderjahr 2018 und Wirtschaftsjahr 01.07.2018 bis 30.06.2019) fällt die Ernte des Dürrejahres 2018. Dies wird die wirtschaftlichen Ergebnisse der Testbetriebe sehr stark prägen. Für alle Landwirtschaftsbetriebe wird daher eine deutliche Ergebnisverschlechterung in Höhe von minus 25 Prozent prognostiziert.

Die Wirtschaftlichkeit in den analysierten sächsischen Betrieben verbesserte sich im Jahr 2016/17 leicht. Das Ordentliche Ergebnis zzgl. Personalaufwand stieg um ein knappes Prozent bzw. um über 200 EUR/Arbeitskraft. Es wurde ein Ergebnis in Höhe von 27.700 EUR/Arbeitskraft erreicht, 2015/16 waren es 27.500 EUR/Arbeitskraft. Mit diesem Ergebnis in 2016/17 wurde der seit 2013/14 anhaltende Trend der Einkommensverschlechterung gestoppt.

In der sächsischen Landwirtschaft wurde 2016 eine gute Ernte erzielt.

Die Erträge bei Getreide lagen höher als 2015 und über dem langjährigen Mittel. Laut Angaben des BMEL wurden in Sachsen 2016 durchschnittlich 75,6 dt Getreide pro ha LF geerntet. Das waren 3 % mehr als zur Ernte 2015 und 11 % mehr als im Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2015. Im Deutschlandvergleich waren die sächsischen Getreideerträge 2016 überdurchschnittlich (105 %), in Deutschland insgesamt wurden 71,8 dt/ha LF geerntet.

Beim Winterraps wurden in Sachsen Erträge in Höhe von 37,1 dt/ha erzielt. Damit waren die Erträge 3 % geringer als zur Ernte 2015. Der durchschnittliche Winterrapsertrag lag in Deutschland bei 34,6 dt/ha LF.

Die ausgewerteten Buchführungsabschlüsse zeigen, dass die Hauptursachen für die relativ unveränderte wirtschaftliche Situation zum einen die geringeren Umsatzerlöse aus dem Getreide-, Ölsaaten- sowie dem Milchverkauf in den Unternehmen waren. Zum anderen glichen die geringeren Aufwendungen für Material, Personal und für die Unterhaltung die Erlösminderungen aus.

Die Wirtschaftlichkeit verschlechterte sich im Jahr 2015/16 in den analysierten sächsischen Betrieben sehr stark. Das Ordentliche Ergebnis zzgl. Personalaufwand sank um 21 % bzw. um knapp 7.200 EUR/Arbeitskraft. Es wurde ein Ergebnis in Höhe von 27,3 TEUR/Arbeitskraft erreicht, 2014/15 waren es noch 34,5 TEUR/Arbeitskraft. Das Ergebnis in 2015/16 stellte seit 2013/14 die dritte Verschlechterung in Folge dar.

In der sächsischen Landwirtschaft wurde 2015 eine gute Ernte erzielt.

Die Erträge bei Getreide, Hülsen- und Ölfrüchten lagen niedriger als 2014, aber höher als im langjährigen Mittel. Laut Angaben des BMEL wurden in Sachsen zur Ernte 2015 durchschnittlich 73,2 dt Getreide pro ha LF geerntet. Das waren 10 % weniger als zur Ernte 2014 und 9 % mehr als im Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2014. Im Deutschlandvergleich waren die sächsischen Getreideerträge 2015 leicht unterdurchschnittlich (97 %), in Deutschland insgesamt wurden 75,1 dt/ha LF geerntet. Beim Winterraps wurden in Sachsen Erträge in Höhe von 38,5 dt/ha LF erzielt. Damit waren die Erträge 19 % geringer als zur Ernte 2014. Der durchschnittliche Winterrapsertrag lag in Deutschland bei 39,0 dt/ha LF.

Die ausgewerteten Buchführungsabschlüsse zeigen, dass die Hauptursache für die schlechtere wirtschaftliche Situation die geringeren Umsatzerlöse aus dem Milchverkauf in den Unternehmen darstellten. Diese ergaben sich aufgrund des Milchpreistiefs, das im gesamten Auswertungszeitraum herrschte. Zusätzlich beeinflussten die negative Bestandsveränderung (Verkauf der Getreidebestände) und geringere Zulagen und Zuschüsse in den Landwirtschaftsbetrieben die Gewinnentwicklung negativ. Die geringeren Aufwendungen für Material und für die Unterhaltung wirkten diesem Trend entgegen.

zurück zum Seitenanfang