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Einkommenslage (Erste Wertung)

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(© LfULG)

Abbildung 1

Index der Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte und der Einkaufspreise landwirtschaftlicher Betriebsmittel (jeweils ohne Umsatzsteuer)
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(© LfULG)

Abbildung 2

Entwicklung der Kennzahl Ordentliches Ergebnis zzgl. Personalaufwand in der sächsischen Landwirtschaft
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(© LfULG)

Abbildung 3

Entwicklung der Kennzahl Ordentliches Ergebnis zzgl. Personalaufwand in den Betriebsformen (alle Betriebe unabhängig von der Rechtsform)

Erste Einschätzungen der Wirtschaftlichkeitsentwicklung der sächsischen Test- und Auflagenbetriebe auf der Grundlage der BMEL-Jahresabschlüsse.

Die Wirtschaftlichkeit hat sich in den analysierten sächsischen Betrieben im Jahr 2020/21 gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Das Ordentliche Ergebnis zzgl. Personalaufwand stieg um knapp 11 % bzw. um 3.200 EUR/Arbeitskraft.
Es wurde ein Ergebnis in Höhe von 33.800 EUR/Arbeitskraft erreicht, 2019/20 waren es 30.600 EUR/Arbeitskraft.

In der sächsischen Landwirtschaft fiel die Ernte 2020 ertragreicher aus als die Vorjahresernte. Die Getreidepreise verblieben auf Vorjahresniveau, die Rapspreise zogen an. Das Wirtschaftsjahr 2020/21 war zudem geprägt von einem bis zur Jahresmitte 2020 fallenden Milchpreis, der im Anschluss wieder anstieg.

Die ausgewerteten Buchführungsabschlüsse zeigen, dass die höheren Umsatzerlöse insgesamt und insbesondere die höheren Erlöse aus der Getreide- und Ölsaatenproduktion die Hauptursachen für die verbesserte wirtschaftliche Situation waren. Der Anstieg der Getreide-und Rapserträge, sowie die höheren Rapspreise generierten hauptsächlich das deutlich Mehr an Umsatzerlösen. Gleichfalls höhere Umsatzerlöse aus Nebenbetrieben sowie geringere Aufwendungen für die Unterhaltung, für Treib- und Schmierstoffe bzw. für den Pflanzenschutz wirkten sich positiv auf die Gewinnentwicklung aus.

Die wirtschaftliche Situation verbesserte sich 2020/21 in allen Betriebsformen außer in Schweine haltenden Betrieben.

Der Ausblick auf die Ergebnisse des laufenden Abrechnungszeitraums (Kalenderjahr 2021 und laufendes Wirtschaftsjahr 2021/22) ist optimistisch. Die Landwirtschaftsbetriebe brachten im Jahr 2021 eine durchschnittliche Ernte ein. Die Getreidepreise ziehen deutlich an und die Rapspreise erreichen unbekannte Höhen. Die Milcherzeuger können zu höheren Milchpreisen vermarkten. Für alle Landwirtschaftsbetriebe - mit Ausnahme der spezialisierten Schweinehalter - ist trotz erheblich gestiegener Betriebsmittelpreise im Durchschnitt eine deutliche Verbesserung ihrer Ergebnisse zu erwarten. Es wurde ein Plus in Höhe von 17 % kalkuliert.
Für Schweineerzeuger ist die wirtschaftliche Situation aufgrund anhaltender ruinöser Preise bei Schweinefleisch und Ferkeln existenzbedrohend. Diese Betriebe werden erhebliche Verluste erleiden.

Die Wirtschaftlichkeit hat sich in den analysierten sächsischen Betrieben im Jahr 2019/20 gegenüber dem Vorjahr verbessert. Das Ordentliche Ergebnis zzgl. Personalaufwand stieg um 5 % bzw. um über 1.400 EUR/Arbeitskraft. Es wurde ein Ergebnis in Höhe von 30.500 EUR/Arbeitskraft erreicht, 2018/19 waren es 29.100 EUR/Arbeitskraft.

In der sächsischen Landwirtschaft fiel die Ernte 2019 ertragreicher aus als im Dürrejahr 2018. Die Getreidepreise verblieben trotz unveränderter Versorgungslage im Jahresvergleich nicht auf dem Vorjahresniveau und gingen zurück. Das Wirtschaftsjahr 2019/20 war zudem geprägt von einem fallenden Milchpreis.

Die ausgewerteten Buchführungsabschlüsse zeigen, dass die Hauptursachen für die verbesserte wirtschaftliche Situation zum einen Bestandserhöhungen und zum anderen die höheren Umsatzerlöse aus der Schweine- und Getreideproduktion waren. Der Anstieg der Getreideerträge hat den Getreidepreisrückgang gut ausgeglichen und das hohe Schweinepreisniveau generierte deutlich höhere Umsatzerlöse. Demgegenüber wirkten höhere Materialaufwendungen, insbesondere für Futtermittel und Dünger, geringe Umsatzerlöse für Öl- und Hülsenfrüchte sowie Milch und Rindfleisch und höhere Aufwendungen für Personal, Unterhaltung und Abschreibungen Gewinn mindernd.

Die wirtschaftliche Situation verbesserte sich 2019/20 in allen Betriebsformen außer im Futterbau.

Der Ausblick auf die Ergebnisse des laufenden Abrechnungszeitraums (Kalenderjahr 2020 und laufendes Wirtschaftsjahr 2020/21) ist durchwachsen. Die Landwirtschaftsbetriebe brachten im Jahr 2020 eine durchschnittliche Ernte ein. Die Getreide- und Rapspreise zogen an. Die Milcherzeuger mussten demgegenüber zu schwächelnden Milchpreisen vermarkten. Für Schweineerzeuger ist momentan die wirtschaftliche Situation aufgrund deutlicher Erzeugerpreiseinbrüche äußerst schwierig. Für alle Landwirtschaftsbetriebe ist im Durchschnitt eine Stagnation ihres Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr zu erwarten. Es wurde eine Verringerung um 1 % kalkuliert.

Die Wirtschaftlichkeit in den analysierten sächsischen Betrieben verschlechterte sich im Jahr 2018/19 deutlich. Das Ordentliche Ergebnis zzgl. Personalaufwand sank um 21 % bzw. um über 7.700 EUR pro Arbeitskraft. Es wurde ein Ergebnis in Höhe von 29.000 EUR pro Arbeitskraft erreicht, 2017/18 waren es 36.700 EUR pro Arbeitskraft.

In der sächsischen Landwirtschaft fiel die Ernte 2018 witterungsbedingt – es herrschte eine ausgeprägte Dürre - deutlich schlechter aus als im Jahr 2017. Die Getreidepreise zogen aufgrund der geringeren Erzeugung bei gleichfalls steigender Nachfrage an und lagen über dem Vorjahresniveau. Demgegenüber war das Wirtschaftsjahr 2018/19 von einem fallenden Milchpreis geprägt. Das Jahr 2018/19 war gleichfalls durch steigende Betriebsmittelpreise gekennzeichnet. Bei letzterem schlugen die deutlich höheren Futtermittelpreise zu Buche.

Die wirtschaftliche Situation verschlechterte sich 2018/19 in allen Betriebsformen, am stärksten in den Veredlungs- und Milchviehbetrieben. In beiden Betriebsgruppen summierten sich die Effekte aus den Dürreschäden und den niedrigeren Erzeugerpreisen für Milch und Schweine.

Der Ausblick auf die Ergebnisse des laufenden Abrechnungszeitraums (Kalenderjahr 2019 und laufendes Wirtschaftsjahr 2019/20) ist durchwachsen. Die Landwirtschaftsbetriebe konnten aufgrund der Trockenheit erneut nur eine unterdurchschnittliche Ernte in 2019 einbringen. Die Milcherzeuger vermarkten zu relativ stabilen Milchpreisen. Schweineerzeuger partizipieren von boomenden Erzeugerpreisen.

Für alle Landwirtschaftsbetriebe ist im Durchschnitt eine leichte Ergebnisverschlechterung in Höhe von minus 4% zu erwarten.

Die Prognoserechnungen aus 2018 für das hier analysierte Abrechnungsjahr 2018/19 wurden mit den vorliegenden Buchführungsergebnissen bestätigt. Dies zeigt die Genauigkeit der Prognoseergebnisse.

Voranzustellen ist, dass das Dürrejahr 2018 mit seinen Folgen erst in der Auswertung des Wirtschaftsjahres 2018/2019 seinen Niederschlag finden wird.

Der im Bericht betrachtete Abrechnungszeitraum 2017/2018 (01.01.2017 bis 30.06.2018) war geprägt durch geringere Erträge zur Ernte 2017, aber auch durch höhere Preise für Getreide. Die erzielten Milchpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 31 Prozent auf 36,64 Cent/kg Milch. Die wirtschaftliche Situation der Unternehmen verbesserte sich im Wirtschaftsjahr 2017/2018 in allen Betriebsformen, außer im Ackerbau. Die Verbesserungen stellten sich vor allem in Betrieben mit Tierhaltung (Futterbau-, Veredlungs- und Verbundbetriebe) ein, die (aufgrund der deutlich gestiegenen Milchpreise) auf höhere Umsatzerlöse in der Milcherzeugung zurückzuführen waren.

Im Durchschnitt aller analysierten Betriebe wurde ein Ergebnis in Höhe von 37.400 Euro/Arbeitskraft erreicht (Vorjahr: 28.300 Euro/Arbeitskraft). Damit wurde der seit dem Jahr 2013/2014 anhaltende Trend der Einkommensverschlechterung bzw. Einkommensstagnation gestoppt.

In das Abrechnungsjahr 2018/19 (Kalenderjahr 2018 und Wirtschaftsjahr 01.07.2018 bis 30.06.2019) fällt die Ernte des Dürrejahres 2018. Dies wird die wirtschaftlichen Ergebnisse der Testbetriebe sehr stark prägen. Für alle Landwirtschaftsbetriebe wird daher eine deutliche Ergebnisverschlechterung in Höhe von minus 25 Prozent prognostiziert.

Die Wirtschaftlichkeit in den analysierten sächsischen Betrieben verbesserte sich im Jahr 2016/17 leicht. Das Ordentliche Ergebnis zzgl. Personalaufwand stieg um ein knappes Prozent bzw. um über 200 EUR/Arbeitskraft. Es wurde ein Ergebnis in Höhe von 27.700 EUR/Arbeitskraft erreicht, 2015/16 waren es 27.500 EUR/Arbeitskraft. Mit diesem Ergebnis in 2016/17 wurde der seit 2013/14 anhaltende Trend der Einkommensverschlechterung gestoppt.

In der sächsischen Landwirtschaft wurde 2016 eine gute Ernte erzielt.

Die Erträge bei Getreide lagen höher als 2015 und über dem langjährigen Mittel. Laut Angaben des BMEL wurden in Sachsen 2016 durchschnittlich 75,6 dt Getreide pro ha LF geerntet. Das waren 3 % mehr als zur Ernte 2015 und 11 % mehr als im Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2015. Im Deutschlandvergleich waren die sächsischen Getreideerträge 2016 überdurchschnittlich (105 %), in Deutschland insgesamt wurden 71,8 dt/ha LF geerntet.

Beim Winterraps wurden in Sachsen Erträge in Höhe von 37,1 dt/ha erzielt. Damit waren die Erträge 3 % geringer als zur Ernte 2015. Der durchschnittliche Winterrapsertrag lag in Deutschland bei 34,6 dt/ha LF.

Die ausgewerteten Buchführungsabschlüsse zeigen, dass die Hauptursachen für die relativ unveränderte wirtschaftliche Situation zum einen die geringeren Umsatzerlöse aus dem Getreide-, Ölsaaten- sowie dem Milchverkauf in den Unternehmen waren. Zum anderen glichen die geringeren Aufwendungen für Material, Personal und für die Unterhaltung die Erlösminderungen aus.

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