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Lebensmittelwertschätzung

Pilze, Tomaten, Zwiebeln © Thomas Stephan

In der Landwirtschaft, im Ernährungshandwerk und -industrie, im Handel sowie in der Gastronomie und Verpflegung arbeiten täglich engagierte Menschen, um uns mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln zu versorgen. Dafür werden wertvolle Ressourcen wie Boden, Wasser und Energie beansprucht und Unmengen klimaschädlicher Gase freigesetzt. Umso bedauerlicher ist es, dass laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) allein die privaten Haushalte in Deutschland jährlich etwa sechs Millionen Tonnen Lebensmittel wegwerfen. Das entspricht circa 75 Kilogramm pro Jahr und Person! Bildlich dargestellt, kann man mit dieser Menge weggeworfener Lebensmittel über 610.000 LKW befüllen und mit diesen aneinander gereiht eine LKW-Kolonne auf 7.500km erzeugen. 

Reduzierung der Lebensmittelverschwendung

Lebensmittel sind im wahrsten Sinne des Wortes „zu gut für die Tonne“. Deshalb begrüßt das SMEKUL die vom BMEL im Jahr 2012 gestartete Kampagne gegen Lebensmittelverschwendung ausdrücklich. Im Jahr 2020 wurde zudem erstmals die bundesweite Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel“ durchgeführt, die etabliert werden soll. Mit verschiedenen Aktionen werben die Teilnehmenden für mehr Lebensmittelwertschätzung. Engagierte Privatpersonen, Unternehmen sowie Vereine und Verbände aus ganz Deutschland können ihren kreativen Beitrag einbringen. Alle Aktionen, auch an verschiedenen Standorten in Sachsen, sind zu finden unter:

Bereits seit dem Jahr 2012 existiert in Sachsen ein vom Christlich Sozialen Bildungswerk Sachsen e.V. (CSB) koordinierter Arbeitskreis, der sich des Themas „Vermeidung von Lebensmittelverschwendung“ im Rahmen der Initiative „Lebensmittel sind wertvoll“ widmet. Ziel ist dabei die Bündelung und Koordination von Aktivitäten sowie der Austausch zu aktuellen Entwicklungen und Kooperationsmöglichkeiten im Bereich der Lebensmittelwertschätzung. Aktuell hat der Arbeitskreis 31 Mitglieder u.a. aus den Bereichen Erzeugung und Verarbeitung, Außer-Haus-Verpflegung, aus der Landes- und Kommunalverwaltung sowie Verbände und Vereine. 

Selbst aktiv werden

Laut einer Studie im Auftrag des BMEL beträgt die Gesamtabfallmenge an Lebensmittelresten in Deutschland rund zwölf Millionen Tonnen pro Jahr. In privaten Haushalten fallen dabei mit 52 Prozent, im Vergleich zu allen anderen Sektoren, mit Abstand die meisten Lebensmittelabfälle an. Aber Verbraucherinnen und Verbraucher können gegen Lebensmittelverschwendung bei sich zu Hause selbst aktiv werden. So bieten viele Initiativen Informationsmaterial auf Ihrer Homepage an, führen Aktionen durch und haben Projekte ins Leben gerufen. Sie geben tolle Tipps zur Resteverwertung und zum Haltbarmachen von Lebensmitteln, klären zum Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum auf, initiieren spannende Aktionen zur Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen und bieten Möglichkeiten zur Weitergabe nicht mehr benötigter Lebensmittel an. 
Einen Überblick über die Aktivitäten einiger sächsischer Initiativen in diesem Bereich gibt die Broschüre „Das ist es mir wert! Tipps, Tricks und Projekte gegen Lebensmittelverschwendung - vorgestellt von sächsischen Initiativen“, die als Printexemplar und online zum Download zur Verfügung steht (siehe rechter Rand).
 

Guter Rat ist Vorrat

Wer selbst aktiv wird, sich mit seinen Lebensmitteln beschäftigt, diese haltbar macht und im Umgang hiermit geübt ist, tut nicht nur etwas gegen Lebensmittelverschwendung, sondern auch für die private Vorsorge im Katastrophenfall. Unter dem Motto „Guter Rat ist Vorrat“ finden sich weitere Informationen auf der Homepage zum Thema Ernährungsnotfallvorsorge in Sachsen.

Der Wert unserer regionalen Produkte

Einen Einblick in die Arbeit, die hinter frischen, regionalen Lebensmitteln steckt, geben uns hier einige sächsische Erzeuger und Initiativen, die stellvertretend für viele weitere Erzeugerinnen und Erzeuger stehen, deren Produkte und täglicher Einsatz Wertschätzung verdienen.

Der Freistaat Sachsen bietet mit dem Regionalportal REGIONALES.SACHSEN.DE eine Möglichkeit diese Menschen und ihre Unternehmen kennenzulernen: Regionale Landwirtinnen und Landwirte, lokale Bäckereien, Konditoreien und Fleischereien, heimische Brauereien, Hofmolkereien, kleine Manufakturen und viele mehr. Auch zahlreiche Unternehmen aus den Bereichen Vermarktung und Handel sowie interessante Initiativen, stellen sich im Regionalportal vor.

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