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EU-Direktzahlungen

Die heutige EU-Agrarförderung stützt sich im Wesentlichen auf Direktzahlungen an landwirtschaftliche Betriebsinhaber. Ursprünglich wurden sie eingeführt, um die sinkenden Stützpreise wichtiger Agrarerzeugnisse zum Teil auszugleichen.

 

Die Direktzahlungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Einkommenssicherung und Risikoabsicherung der landwirtschaftlichen Betriebe. Sie entgelten pauschal dem Allgemeinwohl dienende Leistungen der Landwirtschaft, die nicht über den Markt honoriert werden. Im Vergleich zu den Produktionsauflagen in Drittländern stellen die Direktzahlungen einen finanziellen Ausgleich für die hohen Umweltschutz, Tierschutz- und Verbraucherschutzstandards in der EU dar.

 

Von der Produktion entkoppelte flächenbezogene Direktzahlungen bleiben das zentrale Element der ersten Säule der GAP zur Unterstützung der Betriebe und zur Erhaltung des Europäischen Landwirtschaftsmodells.

 

Wesentliche Neuerung ist die Verknüpfung der Direktzahlungen mit der Erbringung von konkreten Leistungen für den Klima- und Umweltschutz durch die so genannte Greening-Prämie.

 

Folgende Direktzahlungen kommen in Deutschland zur Anwendung:

►        eine Basisprämie

►        eine Zahlung für Klima- und Umweltschutz förderliche Landbewirtschaftungsmethoden  (Greeningprämie)

►        eine zusätzliche Zahlung für die ersten Hektare pro Betrieb (Umverteilungsprämie)

►        die zusätzliche Zahlung für Junglandwirte (Junglandwirteprämie)

►        die vereinfachte Zahlung für Kleinlandwirte (Kleinerzeugerregelung)

 

 

Die Basisprämienregelung weist grundsätzlich große Ähnlichkeiten mit der bisherigen Betriebsprämienregelung auf. Sie basiert ebenfalls auf einem System von Zahlungsansprüchen. Diese Zahlungsansprüche werden den Betriebsinhabern im Jahr 2015 neu zugewiesen. Die alten Zahlungsansprüche haben am 31.12.2014 ihre Gültigkeit verloren.

 

Betriebsinhaber, die ein Anrecht auf eine Zahlung im Rahmen der Basisprämienregelung haben, müssen ab dem 1. Januar 2015 auf allen ihren beihilfefähigen Flächen das sogenannte "Greening" einhalten und erhalten dafür eine Greeningprämie. Von den Greeningverpflichtungen sind lediglich anerkannte Betriebe des ökologischen Landbaus mit den Betriebsteilen/Flächen, die ökologisch bewirtschaftet werden und Teilnehmer an der Kleinerzeugerregelung befreit.

 

Neben der Basisprämie wird obligatorisch für alle förderfähigen Flächen in Deutschland die Greeningprämie mit einem einheitlichen Beihilfesatz von 86 Euro/ha eingeführt. Ab 2017 wird die Basisprämie in drei gleichen Schritten bis 2019 im Rahmen der internen Konvergenz angepasst. Im Jahr 2019 wird es in allen Bundesländern eine einheitliche Basiszahlung je Hektar geben.

 

Anstelle der Kürzung der Basisprämie oberhalb eines Betrags von 150.000 Euro wird in Deutschland von der Möglichkeit einer Umverteilungsprämie Gebrauch gemacht. Diese Zusatzprämie für die ersten 46 Hektare wurde bereits 2014 eingeführt. Durch sie erhalten kleine und mittlere Betriebe eine verbesserte Förderung.

 

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit an der Kleinerzeugerregelung teilzunehmen an. Die teilnehmenden Landwirte erhalten Direktzahlungen nur bis zu einem maximalen Betrag von 1.250 Euro. Sie sind von der Cross Compliance und den Greening-Verpflichtungen befreit. Die fachrechtlichen Vorschriften sind selbstverständlich weiterhin einzuhalten, auch wenn sie in diesen Betrieben nicht mehr über Cross Compliance mit den Direktzahlungen verbunden sind.

Direktzahlungen/Agrarförderung

Direktzahlungen/Agrarförderung

Auf der folgenden Seite stehen Ihnen die Antragsformulare und Merkblätter zur Beantragung von Direktzahlungen und Agrarförderung zur Verfügung.

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Ansprechpartner

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Referat 34 | Direkt- und Ausgleichszahlungen

Michael Ninnemann

Weitere Informationen