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Ökonomische Verfahrensbewertungen

 

Sachsen betreibt auf etwa 704.000 Hektar einen vielseitigen und leistungsfähigen Ackerbau. Es dominieren Getreide, Ölfrüchte und Futterpflanzen. Aber auch Spezialzweige wie die Saat- und Pflanzguterzeugung sind in Sachsen zu finden. Daneben werden rund 191.000 Hektar Dauergrünland und knapp 5.300 Hektar Dauerkulturen bewirtschaftet.

Im Jahr 2016 trugen pflanzliche Erzeugnisse (bewertet nach Erzeugerpreisen) mit rund 1,18 Mrd. EUR (53%) zum  Produktionswert der sächsischen Landwirtschaft bei. Jeweils etwa 30% davon entfallen auf Getreide und Futterpflanzen,  weitere 14% auf Ölsaaten.

Zusätzlich zur konventionellen Nutzung der pflanzlichen Erzeugnisse als Marktfrucht oder betriebseigenes Futter hat sich in den letzten Jahren die Energiepflanzenproduktion als neue Verwertungsalternative entwickelt. Welche Nutzung ökonomisch am günstigsten ist, muss individuell bestimmt werden.

Witterungsextreme, Preisschwankungen, Kostendruck, gesellschaftliche Anforderungen an Umwelt-und Klimaschutz sowie die agrarpolitischen Rahmenbedingungen stellen die Landwirte auch weiterhin vor große Herausforderungen.
 Betriebsindividuelles Management, stete Kostenkontrolle und Fingerspitzengefühl im Anbau sind hier gefragt, um ökonomisch auf Kurs zu bleiben.

 

Übersicht zum Anbau auf dem Ackerland in Sachsen im Mittel der Jahre 2014 bis 2018
Übersicht zum Anbau auf dem Ackerland im Mittel der Jahre 2014 - 2018 in Sachsen  © Quelle: LfULG

Wirtschaftlichkeit von Vermehrungskulturen - Untersuchungen von 2007 bis 2010

Saatgut aus Sachsen - eine Tradition mit Zukunft?

Auf Veranlassung des Sächsischen Saatbauverbandes wurde die Wirtschaftlichkeit der Gräser-, Rotklee- und Getreidevermehrung in 28 Vermehrungsbetrieben in Sachsen untersucht. Dabei zeigt sich, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Grassamenproduktion angespannt bleibt, Rotkleevermehrung ökonomisch attraktiv sein kann und die Vermehrung von Getreide keine ökonomischen Nachteile gegenüber der Konsumproduktion hat.

Lesen Sie den Abschlussbericht »Vertiefende Untersuchungen zur Wirtschaftlichkeit von Vermehrungskulturen in Sachsen unter Berücksichtigung der aktuellen Marktlage« 

Wettbewerbsstellung der Saatgutvermehrung in Sachsen ( 2007/2008)

Die Rentabilität sowohl der Grassamenproduktion als auch der Vergleichskulturen ist nur inklusive Betriebsprämie gegeben. Deutsches Weidelgras und Wiesenschwingel stellen sich am wettbewerbsfähigsten dar und können dem Vergleich mit Getreide, Raps und Körnererbsen standhalten. Beim Wiesenlieschgras  sind weitere Anpassungsreaktionen wie bspw. höhere Erzeugerpreise notwendig, um die Produktion am Standort zu halten. Bei hohen Preisen für alternative Marktfrüchte gerät die Grassamenoproduktion stark unter Druck.
Die positiven Wirkungen der Grasvermehrung im Hinblick auf Fruchtfolge, Bodenverbesserung, Sicherung der betrieblichen Futtergrundlage und Erschließung von Nebennutzungsmöglichkeiten sind stärker zu diskutieren und zu bewerten.Hohe Roh- und Saatwareerträge mit entsprechender Ertragssicherheit, produziert bei niedrigem Kostenniveau unter Nutzung des vorhandenen Know-how für eine optimale Verfahrensbestaltung und Risikominimierung, versprechen Erfolg.
Lesen Sie den »Projektbericht »Wettbewerbsstellung der Saatgutvermehrung in Sachsen«.

Ökonomische Bewertung pflanzenbaulicher Projekte

Weitere Informationen im Agrarstatus

Anbaustruktur auf Ackerland
LfULG 

Grafik: Anbaustruktur auf Ackerland (Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen)

Die Karte zeigt Verteilung der landwirtschaftlichen Flächen in Sachsen. Der Hauptteil der sächsischen Landwirtschaftsfläche liegt im Lössgebiet und der Ackerbau dominiert. Nach Süden steigt der Grünlandanteil mit zunehmender Höhenlage. © LfULG

Grafik: Regionale Acker- und Grünlandverteilung in Sachsen (Quelle: Agrarförderung)

Im Lössgebiet dominiert der Ackerbau mit Getreide und Weizen. Nach Norden nehmen alternative, Trockenheit tolerante Kulturen, wie Roggen zu. Nach Süden steigt der Anteil des Grünlands, vom Ackerfutter und der Sommerkulturen, wie die Sommergerste. © LfULG

Grafik: Regionale Anbauverhältnisse in Sachsen (Quelle: Agrarförderung)

Seit 1996 ist der Getreideanbau überall in Sachsen rückläufig. Ebenso veränderte sich das Anbauspektrum beim Getreide. Überall kam es zur Ausweitung des Winterweizenanbaus, alle anderen Getreidearten verloren an Fläche. © LfULG

Grafik: Regionale Entwicklung des Getreideanbaus in Sachsen (Quelle: Agrarförderung)

Der Rapsanbau hat sich seit 1996 in Sachsen verdoppelt. Der Anstieg ist zu mehr als 2/3 in den ackerbaulichen Gunstlagen. Seit einigen Jahren sind die Anbauumfänge mit 18% relativ konstant, wobei dies in den Regionen zwischen 14 und 20 % variiert. © LfULG

Grafik: Regionale Entwicklung des Rapsanbaus in Sachsen (Quelle: Agrarförderung)

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