Erprobung des Einsatzes von Bodenverbesserungsmitteln auf den heterogenen Standorten im Lehr- und Versuchsgut Köllitsch

Laufzeit: 03/2009 – 03/2015

Projektlaufzeit:

03/2009 – 03/2015

Projektziele:

  • Feststellung der pflanzenbaulichen Wirkung von Bodenhilfsstoffen und Kompost im Gefäß- und Feldversuch
  • Prüfung der Bodenverbesserung durch Bodenhilfsstoffe in Reinform und als Kompostzugabe, hinsichtlich der Stabilisierung und der Verbesserung des pflanzenbaulichen Erfolgs des Betriebsmitteleinsatzes im Feldbau auf ertragsinstabilen Acker(teil)flächen mit Vorsommertrockenheit

Projektergebnisse:

  • In den durchgeführten Mitscherlich-Gefäßversuchen mit alleinig applizierten Bodenbakterien und -pilzen wirkten diese nicht ertragsbeeinflussend auf die Kulturpflanzen. Dies war auch für die Demonstrationen und Versuche auf den LVG-Flächen festzustellen.
  • Das verwendete Additiv (Bodenverbesserungsmittel) zur Kompostierung erhöhte die Temperatur in der thermophilen und der mesophilen Phase der Kompostierung. Der Kompost mit Additiv hatte einen höheren Sauerstoffgehalt und ein verbessertes Wasserhaltevermögen. Die Gabe des Additivs zum Kompostmietenaufbau trug zur Erhöhung des Stickstoffgehaltes im Endprodukt bei. Wurde das Additiv bereits im Stall auf den Dung gestreut, dann bewirkte dies ein technologisch leichteres Wenden der Kompostmiete, aber einen geringeren N-Gehalt im fertigen Kompost.
  • Mit Demonstrationen der teilschlagbezogenen Kompostanwendung auf zwei Schlägen des LVG Köllitsch wurden positive Effekte auf den wachsenden Pflanzenbestand und die Erntemasse erreicht. Zeitlich begrenzt konnten die diesbezüglich behandelten Pflanzenbestände Vorsommertrockenperioden bei einer vorangegangenen Kompostgabe besser überbrücken. Die Ursachen hierfür konnten im Rahmen des Projektes nicht abschließend geklärt werden.
  • Mit einem mehrjährigen Freilandversuch unter Praxisbedingungen konnte die nachhaltig positive Wirkung der Kombination von im Landwirtschaftsbetrieb hergestellten Kompost mit einem Bodenverbesserungsmittel (»Quaterna® Terra«) auf die Pflanzenentwicklung und deren Ertrag gezeigt werden. Dieses Ergebnis traf für alle drei Bewirtschaftungszonen der Versuchsfläche zu und besonders für die Bewirtschaftungszone mit dem geringsten bodenbedingten Ertragspotenzial. Ertragswirksam war auch die alleinige »Quaterna® Terra«-Applikation zu BBCH 30 des Wintergetreides.
  • Tendenziell ließ die Entwicklung der Humus- und Stickstoffgehalte der oberen Bodenschicht im Untersuchungszeitraum auf die positive Wirkung von mit Bodenverbesserungsmitteln versetzten Kompost schließen, d. h. es gab in den Versuchen keine eindeutige Abgrenzung der Bodenuntersuchungswerte von Prüfgliedern mit und ohne Bodenverbesserungsmitteln. Für gesicherte Aussagen, speziell hinsichtlich der hierfür verantwortlichen Ursachen, ist hier ein längerer Beobachtungszeitraum erforderlich.

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 72: Pflanzenbau

Dr. Jörg Pößneck

Telefon: (035242) 631-7206

E-Mail: Joerg.Poessneck@smul.sachsen.de

Webseite: http://www.smul.sachsen.de/lfulg

Abschlussbericht

Schriftenreihe Heft 18/2015 – Bodenverbesserungsmittel auf heterogenen Standorten

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