Demonet KleeLuzPlus

Laufzeit: 01.09.2019 – 30.04.2024

 

Demonstrationsnetzwerk KleeLuzPlus sucht Demobetriebe mit Erfahrung im Anbau und der Verwertung von Futterleguminosen wie Klee und Luzerne in Mitteldeutschland

Kleinkörnige Leguminosen sowie ihre Mischungen mit Futtergräsern (Klee- und Luzernegras) sind wichtige Bausteine für eine nachhaltige und regionale Nutztierfütterung. Außerdem haben sie in Fruchtfolgen wichtige Funktionen, wie Stickstofffixierung und Unkrautregulation. Daneben sind sie ein Baustein einer  Fütterung ohne Gentechnik, die der Verbraucher zunehmend nachfragt. Im Sommer dieses Jahres startete das bundesweite Demonstrationsnetzwerk KleeLuzPlus, um  den Anbau und die. Nutzung dieser Kulturen in Deutschland zu unterstützen und auszuweiten. Hierfür werden modellhaft konventionelle und ökologische Wertschöpfungsketten aufgezeigt und der Wissensaustausch zwischen Praxis, Forschung und Beratung gefördert. Konventionell und ökologisch wirtschaftende Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter können sich auf Feld- bzw. Stalltagen, Vorträgen und Seminaren zum Anbau und der Verwertung von kleinkörnigen Leguminosen informieren und ihre Erfahrungen austauschen. Das Demonstrationsnetzwerk ist Teil der Eiweißpflanzenstrategie des Bundes und wird gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Interessierte Betriebe in Sachsen, Thüringen und im Süden Sachsen-Anhalts gesucht!

Sie möchten in Mitteldeutschland den  Anbau von Luzerne, Klee und deren Mischungen mit Futtergräsern unterstützen, ihren eigenen Betrieb voranbringen und sich im Demonstrationsnetzwerk KleeLuzPlus engagieren?

Sie haben langjährige und positive Erfahrungen im Anbau kleinkörniger Leguminosen und/oder ihrer Gemenge, die Sie im eigenen Betrieb verwerten oder vermarkten?

Sie sind aufgeschlossen und haben Freude daran, bei Feld- und Betriebsbegehungen interessierten Berufskollegen Ihre Lösungen im Anbau und zur Verwertung vorzustellen?

Darüber hinaus sind Sie bereit, die betriebsbezogenen Daten zur Verfügung zu stellen, die für die Auswertung des Klee-/Luzerne-(gras) -anbaus erforderlich sind?

Sie wirken bei der Gestaltung der Demonstrationsanlagen auf Ihrem Betrieb mit. Sie können also mit Unterstützung und Beratung auf Ihrem Betrieb testen, welche Sorten, Saatzeitpunkte, Dünger usw. sich auf Ihrem Standort am besten bewähren.

Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) sucht interessierte Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter in Mitteldeutschland, die sich mit ihrem konventionellen oder ökologischen Betrieb im Demonstrationsnetzwerk KleeLuzPlus engagieren und von der Zusammenarbeit und den Erfahrungen des Netzwerks profitieren möchten. Während der voraussichtlich fünfjährigen Projektlaufzeit werden Sie vom LfULG sowie einem regionalen Betriebsbetreuer  unterstützt. Sie erhalten Informationen zum Anbau, zur Fütterung und zur Wirtschaftlichkeit aus erster Hand sowie Auswertungen Ihrer betriebsindividuellen Daten. Eine Aufwandsentschädigung wird gewährt.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte bis zum 15.9.2019 an:

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
Referat Pflanzenbau
Waldheimer Str. 219, 01683 Nossen
Ansprechpartner: Ulf Jäckel, Tel.: 035242 631-7210, E-Mail: ulf.jaeckel@smul.sachsen.de.

 

Projektlaufzeit:

01.09.2019 – 30.04.2024

Projektziele:

Das Demonet KleeLuzPlus verfolgt im Rahmen der Eiweißpflanzenstrategie des BMEL das Ziel, die Ausweitung und Optimierung des Anbaus und der Verwertung von feinsamigen Leguminosen durch Erreichung folgender Teilziele zu fördern:

  • Förderung und Optimierung des Anbaus von feinsamigen Leguminosen durch Demonstration bekannter und eingeführter feinsamiger Leguminosen in der Fläche
  • Demonstration einer effizienten Ernte, Konservierung und Verwendung der feinsamigen Leguminosen in verschiedenen Verwertungsrichtungen mit dem Schwerpunkt in der innerbetrieblichen Nutzung als Eiweiß- und Grobfutter bei Milchkühen und deren Nachzucht sowie Darstellung weiterer innovativer Einsatzgebiete (bspw. Monogastrierfütterung als alternative Eiweißquelle bzw. »Beschäftigungsfutter« z. B. Luzernecobs bei Schweinen, Nährstofftransfer in ökologisch wirtschaftenden Betrieben etc.)
  • Sensibilisierung für die Bedeutung eines nachhaltigen Futterbaus und deren Futterwirtschaft auf der Basis von feinsamigen Leguminosen durch Wissenstransfer in Praxis, Beratung und Schulen

Hierzu wird ein gemeinsames modellhaftes Demonstrationsnetzwerk aus Unternehmen von der Züchtung/Vermehrung über den Anbau, die Ernte, die Konservierung, die Erfassung und Verarbeitung bis hin zur Verwertung bzw. Vermarktung (bei marktfähigen pflanzlichen Produkten) aufgebaut und es werden relevante Akteure aus allen Bereichen eingebunden. Das Demonstrationsnetzwerk umfasst sowohl konventionell wirtschaftende als auch ökologisch wirtschaftende Betriebe und soll wesentliche Anbauregionen in Deutschland abdecken. Eine enge Verzahnung mit Projekten zu Forschung und Entwicklung (FuE) ist vorgesehen.

 

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Ref. 72: Pflanzenbau

Ulf Jäckel

Telefon: (035424) 631 7210

Telefax: (035424) 631 7299

E-Mail: ulf.jaeckel@smul.sachsen.de

Webseite: http://www.smul.sachsen.de/lfulg

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