Strategie zur Verbesserung der P-Effizienz im Pflanzenbau unter Beachtung des Klimawandels und der EU-Wasserrahmenrichtlinie

Laufzeit: 12/2010 – 12/2012

Projektlaufzeit:

12/2010 – 12/2012

Projektziel:

Mit dem Vorhaben wurde das Ziel verfolgt, mittels wurzelnaher P-Applikation einen sparsamen, wirkungssicheren und kostengünstigen P-Düngereinsatz bei optimaler Pflanzenernährung sicherzustellen. In Gefäßversuchen wurde die Wirksamkeit der P-Unterfuß-Düngung getestet. Hier sollten Erkenntnisse zu den Auswirkungen auf Ertrag und Nährstoffeffizienz gewonnen werden. Gleichzeitig sollen auf diesem Weg Möglichkeiten zur Reduzierung umweltbelastender P-Einträge in die Gewässer geprüft werden.

Projektergebnisse:

  • Während der Projektlaufzeit wurden verschiedene Versuche zur Phosphor-Effizienz, die auf den Versuchsstationen und in der Gefäßstation des LfULG durchgeführt werden, betreut und ausgewertet. Dies wurde um Praxisversuche ergänzt.
  • Die Ergebnisse belegen, dass bei niedrigen pflanzenverfügbaren P-Gehalten (Versorgungsstufe A, B) eine entzugsorientierte Düngung nicht ausreicht, um optimale Erträge zu erreichen. Zudem bleiben die Bodengehalte auf niedrigem Niveau.
  • Die P-Platzierung (Unterfußdüngung, P-Injektion) erscheint als ein geeignetes Mittel zur P-Effizienzsteigerung. Im Hinblick auf den Gewässerschutz sind von den Verfahren Vorteile zu erwarten, da nur in einem relativ geringen Bodenbereich Dünger ausgebracht wird und die Ablage zudem unter die Bodenoberfläche erfolgt. Auftretende Erosionsereignisse dürften somit mit einem geringeren P-Austrag verbunden sein. Dies stellt einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie dar.
  • Im Parzellenversuch ergab die zeitliche Platzierung des Düngers im Frühjahr bzw. im Herbst Unterschiede in Abhängigkeit von der Kulturart. Mit der Injektionsdüngung konnten teilweise Vorteile erzielt werden, die auf einer verminderten Festlegung des leichtlöslichen Düngers im Boden beruhen. Diese Untersuchungen sollten fortgesetzt werden.
  • Der Einsatz eines stabilisierten P-Düngers erzielte vorteilhafte Wirkungen, die jedoch weiter zu untersuchen sind.
  • Gefäßversuche sind hinsichtlich ihrer Aussagekraft zur Depotwirkung allerdings begrenzt. Weitere Versuche sollten als Feldversuche angelegt werden.
  • Schlacke aus dem Mephrec®-Verfahren (Metallurgisches Phosphor Recycling) ist teilweise als P-Dünger geeignet. Sie sollte gemahlen eingesetzt werden, da sich granulierte Varianten als wenig wirksam erwiesen. Die Wirksamkeit ist an Hand von Gefäß- ggf. auch Feldversuchen mehrjährig weiter zu prüfen.

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 72: Pflanzenbau

Dr. Michael Grunert

Telefon: (035242) 631-7201

E-Mail: michael.grunert@smul.sachsen.de

Webseite: http://www.smul.sachsen.de/lfulg

Veröffentlichungen

Abschlussbericht

Schriftenreihe Heft 09/2013 »Verbesserung der P-Effizienz im Pflanzenbau«
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