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Fütterung

Schafe und Ziegen in der Heide © LfULG, Carola Förster

Eine optimale, art- und leistungsgerechte Fütterung ist entscheidend für gesunde und leistungsstarke Schafe. Die Fütterung als ein Faktor der Umwelteinflüsse ist vom Schafhalter gut beeinflussbar und bringt das genetische Potential der Schafe erst zur Entfaltung. Besondere Beachtung muss der Versorgung mit rohfaserreichen Futter geschenkt werden, um den Bedürfnissen des Wiederkäuermagens gerecht zu werden.

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 75: Grünland, Weidetierhaltung

Carola Förster

Telefon: (034222) 46-2109

E-Mail: Carola.Foerster­@smekul.sachsen.de

Futtermittelüberwachung

Ende Laufzeit Thema
03.01.2017 2016 Einfluss des Einsatzes von Luzernetrockengrün in Lämmerpellets auf das Mastergebnis und der Vitalität der Lämmer
27.09.2017 2017 Untersuchungen zum Einsatz von Luzernetrockengrün in der intensiven Lämmermast
17.11.2017 2018 Erfassung des Befalls der Lämmer mit Kokzidien und Kryptosporidien
28.03.2018 2018 Einsatz einer Stroh – Konzentrat – Ration in der Lämmermast
12.03.2020 2020 MORES – Untersuchung zur Zucht auf Moderhinke-Unempfindlichkeit

In der praktischen Schafhaltung werden moderne technische Geräte und Ausrüstungsgegenstände eingesetzt, die den Praktikern als Demonstrationsobjekte zur Verfügung stehen und  in den Fortbildungsveranstaltungen genutzt werden können, zum Beispiel:

  • Einsatz des Agrident-Ohrmarken-Lesegerätes in Verbindung mit dem Herdenmanagementprogramm von Agrosoft
  • Einsatz des Trächtigkeitsdiagnosegerätes
  • Behandlungsstand mit Combi-Klemme und Waage
  • moderne Steckfix-Horden-Systeme
  • Mechanisierung der Fütterung mittels Stalltraktor-Anbaugeräten
  • Wasserversorgung mit Zapftränken

Analog der Milchkuhfütterung sollte bei höheren Milchleistungen nicht nur wie bisher nach NEL und Rohprotein bilanziert werden, sondern es sollten Unterschiede im Ausmaß und Geschwindigkeit bei der Nährstofffermentation im Pansen berücksichtigt werden. 

Versuchslämmer im Stall © LfULG, Carola Förster

Die Untersuchung hat gezeigt, dass im LVG Köllitsch der Einsatz von Luzernetrockengrüngut in verschiedenen Darbietungsformen die Tiergesundheit während der Lämmermastperiode verbessern kann. Aufgrund des höheren Rohfasergehaltes und etwas geringeren Energiegehaltes geht die Masttagszunahme leicht zurück. Doch das Einfüttern nach dem Absetzen gestaltet sich fast ohne Leistungsabfall bei guter Futteraufnahme.

Mit leichten Einbußen in der Mastleistung und der Futterökonomie ist Heu durch Stroh ersetzbar. Im dargestellten Versuch würde die Verlängerung der Lämmermast um 5 Tage das adäquate Endgewicht wie die Heu-Pellet-Ration erzielen. Dabei werden Lämmer in vergleichbarer Qualität und guter Gesundheit erzeugt. Diese Mastverlängerung wäre bei geringen Strohpreisen, zum Beispiel bei im Betrieb selbst erzeugtem Stroh als Nebenprodukt des Marktfruchtanbaus von Getreide, bei den Futterkosten ökonomisch vergleichbar oder sogar preiswerter. Da eine qualitativ hochwertige Heuerzeugung sehr witterungsabhängig ist und entsprechende Verfahrenskosten verursacht, bietet sich der Einsatz von Stroh als Grobfuttermittel als eine praxisrelevante Methode auch in Deutschland in der Schaffütterung an.
Den ganzen Abschlussbericht finden sie anhängend als Download.

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