Hauptinhalt

Umwandlung DGL

Soll normales Dauergrünland in eine andere landwirtschaftliche oder eine nichtlandwirtschaftliche Nutzung umgewandelt werden und befindet sich die Fläche weiterhin in der Verfügungsgewalt des Landwirts, so ist hierfür eine Genehmigung bei zuständigen FBZ/ISS zu beantragen.

Ab Antragsjahr 2018 gilt bereits das Pflügen einer Dauergrünland-Fläche als Umwandlung. Unter dem Begriff Pflügen werden alle Bodenbearbeitungsmaßnahmen subsummiert, die zu einer mechanischen Zerstörung der Grasnarbe führen. Erstmalig wird auch jeder Pflegeumbruch/ jede Narbenerneuerung, also das Pflügen mit anschließender Neueinsaat von Gras als Umwandlung gewertet und damit genehmigungspflichtig. Grund hierfür ist die Erweiterung der Dauergrünland-Definition in Artikel 4 Buchstabe h) der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 durch die Verordnung (EU) 2017/2393 (sog. Omnibus-Verordnung).

Soll umweltsensibles Dauergrünland einer nichtlandwirtschaftlichen Nutzung zugeführt werden und befindet sich die Fläche weiterhin in der Verfügungsgewalt des Landwirts, so ist hierfür sowohl die Aufhebung der Bestimmung der Fläche als umweltsensibel als auch die Genehmigung zur Umwandlung in eine nichtlandwirtschaftliche Nutzung zu beantragen. Die für die Genehmigung erforderlichen Nachweise, wie Genehmigungsbescheid eines genehmigungspflichtigen Bauvorhabens, die Anzeige eines anzeigepflichtigen Bauvorhabens, die Anzeige eines anzeigepflichtigen Projekts im Naturschutz sowie ggf. Nachweise der Erfüllung gebietsspezifischer Erhaltungsziele im jeweiligen FFH-Gebiet sind dem Antrag beizufügen. Eine Umwandlung von umweltsensiblem Dauergrünland in eine andere landwirtschaftliche Nutzung ist generell ausgeschlossen.

Antrag auf Genehmigung zur Umwandlung von Dauergrünland

zurück zum Seitenanfang