Hauptinhalt

Erntezeitpunktprognosen

/
(© Christoph Moormann)
Futterernte
/
(© Christoph Moormann)
Futterernte an der Elbe
/
(© Christoph Moormann)
Futterernte

Aktuelle Werte der Schnittzeitpunktprognose 2022

Prognosedatum: 20.05.2022 Datum Wiesengras/ Mähweide Feldgras Gras-Leguminosen
    RFa in g / kg T. RFa in g / kg T. RFa in g / kg T.
Baruth 22.05.22 280 273 251
  24.05.22 285 279 254
  27.05.22 292 287 259
Bergen 22.05.22 280 273 251
  24.05.22 285 279 254
  27.05.22 292 287 259
Christgrün 22.05.22 277 273 254
  24.05.22 283 280 259
  27.05.22 291 289 265
Forchheim 22.05.22 274 267 249
  24.05.22 280 274 253
  27.05.22 288 284 259
Köllitsch 22.05.22 285 299 274
  24.05.22 290 304 277
  27.05.22 297 312 282
Lampertswalde 22.05.22 283 292 268
  24.05.22 288 298 272
  27.05.22 295 306 276
Methau 22.05.22 283 285 262
  24.05.22 288 291 266
  27.05.22 295 300 271
Nossen 22.05.22 281 293 271
  24.05.22 286 299 275
  27.05.22 294 307 281
Pommritz 22.05.22 280 273 251
  24.05.22 285 279 254
  27.05.22 292 287 259
Niedergräfenhain 22.05.22 283 297 275
  24.05.22 288 303 278
  27.05.22 296 311 283
Salbitz 22.05.22 285 304 280
  24.05.22 290 310 283
  27.05.22 297 317 288
Spröda 22.05.22 285 298 272
  24.05.22 289 304 275
  27.05.22 296 312 280

Was ist die Schnittzeitpunktprognose?

Das Schnittzeitpunktprognose-Computermodell »FOPROQ« ermöglicht von Mitte April bis Ende Juni die Simulation des Rohfaserzuwachses in Gras- und Leguminosenaufwüchsen. Im Ergebnis lässt sich derjenige Ernte- und Schnittzeitpunkt ermitteln, zu dem ein optimales Verhältnis von Ertrag und energetischem Futterwert erreicht ist. Dieses mathematische Prognosemodell wird seit 1996 im Freistaat Sachsen angewandt und bietet eine hohe statistische Sicherheit.

Als Haupteinflussfaktoren für den Rohfaserzuwachs gelten Wetter, Pflanzenart und die natürlichen Standortbedingungen. Mit Hilfe der im Prognosezeitraum in den elf Wetterstationen des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie täglich aktualisierten Wetterdaten, den standortspezifischen Bedingungen sowie den Indikatoren Vegetationsstadium, Wuchshöhe und sensorische Veränderungen an den Pflanzen kann die Qualitäts- und Ertragsentwicklung des Futters mit hoher statistischer Sicherheit beschrieben werden. Mit Hilfe von Parzellenversuchen des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie zu den Nutzungstypen Wiese, Mähweide, Feldgras, Gras-Leguminosen-Gemenge und Luzerne und deren an den jeweiligen Aufwuchsproben zweimal in der Woche durchgeführten laboranalytischen Untersuchungen werden die Werte präzisiert und publiziert.

Reifeprognose 2021

Die Werte der Reifeprognose Mais werden hier ab August 2022 veröffenlicht.

Die Reifeprognose

Der Haupteinflussfaktor auf die Reifung von Maispflanzen ist das Wetter. Aus diesem Grund besteht eine enge Beziehung zwischen dem Abreifeverhalten des Silomaises und klimatischen Parametern, insbesondere der Temperatur.

Das so genannte »Wärmesummenmodell« wird in letzten Jahren zunehmend als Prognosemethode genutzt. Bei dieser Methode werden ab der Aussaat, dem Auflaufen oder der Blüte jeweils der Mittelwert aus Tagesmaximal- und Tagesminimaltemperatur minus 6 Grad Celsius aufaddiert.

Bei Temperaturen von unter 6 Grad Celsius bzw. über 30 Grad Celsius geht man davon aus, dass das Wachstum der Maispflanze eingestellt ist. Die optimale Reife von Silomais ist nach langjährigem Mittel erreicht, wenn frühe Sorten 1500 Grad Kelvin und mittelfrühe Sorten 1540 Grad Kelvin erreicht haben.
Für Körnermaisbestände können adäquat 1580 bzw. 1630 Grad Kelvin angenommen werden. Der tägliche Trockenmassezuwachs liegt in den letzten 4 Wochen vor Erreichen des optimalen Bereiches zwischen 4 bis 12 Gramm je Kilogramm Kolben-Frischmasse. Die Höhe ist stark abhängig von der Witterung und vom sortenspezifischen Abreifeverhalten.

Zum Zeitpunkt der optimalen Reife sollen im Kolben 58 bis 60 % Trockenmasse nachweisbar sein. Von August bis Oktober nimmt der tägliche Trockenmassezuwachs kontinuierlich ab. Der Stärkegehalt der Gesamtpflanze wächst in der Milch- und Teigreifephase täglich um 7 bis 8 Gramm je Kilogramm Trockenmasse und der Zuckergehalt nimmt dabei um 3 bis 4 Gramm ab. Zur Reife sollte die Gesamtpflanze im Mittel über 300 Gramm Stärke und 70 bis 100 Gramm Zucker aufweisen. Aber auch hier ist die Sortenspezifik zu beachten.

In systematisch angelegten Versuchen an den Standorten Nossen, Christgrün und Köllitsch, werden gegenwärtig Untersuchungen zum Abreifeverhalten durchgeführt, welche zur Überprüfung der Prognose nach dem »Wärmesummenmodell« herangezogen werden.

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 74: Tierhaltung

Prof. Dr. Olaf Steinhöfel

Telefon: 034222 46-2200

Telefax: 034222 46-2099

E-Mail: Olaf.Steinhoefel­@smekul.sachsen.de

zurück zum Seitenanfang