Hauptinhalt

Verteilung der Schweinebestände

Beschreibung des Indikators

Die Grafik bildet die Verteilung der Schweinebestände sowie die durchschnittliche Bestandsgröße der Betriebe in den sächsischen Landkreisen ab. Die Daten stammen aus der Viehzählung im November. Dabei werden nur Betriebe mit mindestens 50 Schweinen oder mindestens 10 Zuchtsauen erfasst. Die kreisfreien Städte Leipzig, Dresden und Chemnitz werden wegen ihrer geringen Schweinebestände nicht gezeigt.

Verteilung der Schweinebestände © LfULG

Grafik: Regionale Verteilung der Schweinebestände (Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Viehzählung im November)

Aussage des Indikators

Die Grafik zeigt, in welchen Regionen in Sachsen die Schwerpunkte der Veredlung mit Schweinen liegen.
Die durchschnittliche Bestandsgröße beeinflusst die Wettbewerbsfähigkeit, weil in großen Betrieben oft effizienter produziert werden kann. Außerdem sinken in großen Betrieben die Risiken für die Einschleppung von Krankheiten durch die hochprofessionelle seuchenhygienische Absicherung. Durch die große Tierzahl besteht aber die Gefahr eines schnellen Ausbreitens von Faktorenkrankheiten, die durch Komponenten wie z.B. Stress, Mängel in der Haltung und Fütterung begünstigt werden. Andererseits haben große Betriebe den Vorteil, dass durch das datengestützte Management diese schnell erkannt und beeinflusst werden können, so dass letztlich der Arzneimitteleinsatz minimiert wird.

Bewertung für Sachsen

Im Freistaat Sachsen überwiegt eine Schweinehaltung mit meist großen Beständen in den nördlicher gelegenen Landkreisen, während in den südlicher gelegenen Landkreisen kleinere Bestände zu finden sind. Diese Verteilung ist u. a. historisch bedingt, weil die vergleichsweise schlechten Ackerbaubedingungen im Norden Sachsens eine Veredlung mit Schweinen notwendig machten. Im Erzgebirgsraum sind die Entwicklungsmöglichkeiten der Schweinehaltung aufgrund der naturgeographischen Voraussetzungen begrenzt. Die Entfernung zu den Schlachthöfen in Thüringen oder Sachsen-Anhalt stellt eine zusätzliche Hürde dar.
zurück zum Seitenanfang