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Viehbesatz der Öko-Betriebe im Vergleich zur Landwirtschaft insgesamt

Beschreibung des Indikators

Das Diagramm zeigt die Entwicklung des Viehbesatzes ausgewählter Tierarten des Ökolandbaus im Vergleich zu dem der landwirtschaftlichen Betriebe insgesamt.
Datenquelle sind die Strukturdaten aus der Antragstellung zur Agrarförderung. Aus diesem Datenfonds werden im Bereich Öko nur die vollumgestellten Betriebe betrachtet. Änderungen in den Jahren 2010, 2011 und 2015 sind z. T. auf Änderungen in den Grundlagen der statistischen Erfassung zurückzuführen. 
Bei den Schweinen sind die in gewerblichen Anlagen gehaltenen Tiere nicht enthalten.

Das Liniendiagramm zeigt die Entwicklung des Viehbesatzes nach Tierart in Öko-Betrieben und in der gesamten Landwirtschaft. Öko-Betriebe haben einen höheren Mutterkuh- und Schafbesatz, dagegen aber einen niedrigeren Milchkuh- und Schweinebesatz. © LfULG

Grafik: Viehbestand im ökologischen Landbau im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft (Quelle: Agrarförderung, ohne gewerbliche Veredlung, nur vollumgestellte Öko-Betriebe im Rahmen der jeweils geltenden Erfassungsgrenzen und -methoden)

Aussage des Indikators

Der Indikator verdeutlicht die Unterschiede in der Tierhaltung von Ökobetrieben und allen Landwirtschaftsbetrieben sowie die Entwicklung der Besatzdichte.

Bewertung für Sachsen

Die Entwicklung des Viehbesatzes pro Flächeneinheit ist insgesamt relativ konstant. Eine Ausnahme bilden die ökologisch gehaltenen Rinder: In der jüngsten Vergangenheit war die Erzeugung von Öko-Milch ökonomisch interessant, was zu einem deutlichen Anstieg des Milchkuh-Besatzes geführt hat. Der Unterschied zum Milchkuhbesatz aller Betriebe ist u. a. eine Folge unzureichender Verarbeitungskapazitäten für Öko-Milch in Sachsen.
Die Mutterkuhhaltung ist ein für den Öko-Landbau interessanter Wirtschaftszweig, was sich in einem deutlich höheren Viehbesatz als beim Durchschnitt aller Betriebe widerspiegelt.
Der Rückgang des Rinderbesatzes in den letzten Jahren ist auch darauf zurückzuführen, dass bei den Öko-Betrieben vor allem der Pflanzenbau zugenommen hat und nicht die Tierhaltung.
Die Öko-Schweinehaltung spielt in Sachsen kaum eine Rolle. Eine Ursache sind Schwierigkeiten mit der vom Handel geforderten hohen Qualität. Außerdem wird der erhöhte Aufwand für die ökologische Produktion unzureichend bezahlt und es werden in Sachsen zu wenige Schweine aufgekauft.
Schaf- und Ziegenprodukte aus dem Öko-Bereich lassen sicht recht gut verkaufen.

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