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Regionale Entwicklung der Rinderhaltung in Sachsen

Beschreibung des Indikators

Die Karte zeigt die Entwicklung der betrieblichen Rinderhaltung in Sachsen seit 1998. Datengrundlage sind die Antragsdaten auf Direktzahlungen und Agrarförderung (InVeKoS) des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft.
Die zugrunde liegenden Daten beziehen sich auf den im jeweiligen Jahr geltenden Betriebsbegriff des Agrarstatistikgesetzes. Die Veränderungen zwischen den Jahren 1998/2008 und 2018 sind daher neben den tatsächlichen Veränderungen auch von der Änderung der Erfassungsgrundlagen in der Statistik beeinflusst.

Die Karte zeigt die Entwicklung der Rinder haltender Betriebe seit 1998. Insgesamt ist die Zahl der Milchvieh haltenden Betriebe stark rückläufig und die Bestandgrößen nehmen zu. Die Anzahl der Betriebe ohne Rinderhaltung ist stark ansteigend. © LfULG

Grafik: Regionale Entwicklung der Rinderhaltung in Sachsen (Quelle: Agrarförderung)

Aussage des Indikators

Die Darstellung zeigt die regionale Bedeutung der Rinderhaltung - aufgeteilt nach Betrieben mit Milch- und/oder Mutterkuhhaltung, mit sonstiger Rinderhaltung und ohne Rinderhaltung.
Der Indikator zeigt zum einen die ackerbaulichen Bedingungen und Strukturen in Sachsen - je höher der Anteil von Betrieben mit Rinderhaltung ist, desto schlechter sind die Bedingungen und Strukturen für den Ackerbau und die Betriebe sind mehr auf eine Veredlung der Flächenerträge durch Rinder angewiesen.  Zum anderen werden strukturelle Veränderungen bei den sächsischen Betrieben seit 1998 deutlich.

Bewertung für Sachsen

Seit 1998 ist der Anteil der Betriebe ohne Rinderhaltung überall angestiegen. Einen starken Rückgang verzeichnete dabei v. a. die Milchkuhhaltung (vgl. Indikator »Regionale Entwicklung der Milchkuhhaltung in Sachsen«). 
Neben der Milchkuhhaltung ist auch die Mutterkuhhaltung, allerdings auf niedrigen Niveau rückläufig. Die absoluten Verluste sind hier wesentlich geringer.
Regional gesehen ist der Anteil der Rinder haltenden Betriebe in den Vorgebirgs- und Kammlagen Sachsens am höchsten. Ein Grund sind die natürlichen Bedingungen für die Landwirtschaft. Der damit erhöhte Grünlandanteil bewirkt v. a. einen höheren Anteil an Mutterkuhhaltern. Der stärkste Rückgang Rinder haltender Betriebe ist in diesen Regionen.

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