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Projekte

Prüfung der Anbaueignung und des Futterwertes bisher nicht im sächsischen Futterbau eingesetzter Futterpflanzen

Projektlaufzeit: Juni 2009 bis September 2013

Projektleitung: Edwin Steffen, LfULG, Abteilung Tierische Erzeugung, Referat Grünland, Feldfutterbau

Im sächsischen Futterbau wird sich insbesondere auf Standorten mit leichten bzw. flachgründigen Böden und Neigung zu Vorsommer- bzw. Sommertrockenheit die Frage nach Futterpflanzenarten stellen, die auch unter Trockenstressbedingungen ihre Leistungsfähigkeit behalten und die im Futterwert annähernd die klassischen Futterpflanzen erreichen.

Ausgewählte Pflanzen, die bisher noch nicht in Deutschland in der Praxis angebaut bzw. genutzt werden und die ihre Ertragssicherheit und wertgebende Inhaltsstoffe auch unter Trockenstressbedingungen weitgehend behalten, werden in Exaktversuchen (Versuchsstationen) und auf Streifenparzellen (Praxisbedingungen) geprüft.  

Ziel sind orientierende Aussagen über die Anbaueignung und den Futterwert der neuen Pflanzen im Vergleich zu bekannten Futterpflanzen unter ausgewählten sächsischen Standortbedingungen.

Bewertung von Arten und Sorten landwirtschaftlicher Futterpflanzen in ihrer Reaktion auf veränderte klimatische Bedingungen, Teilprojekt 1: Mögliche Konsequenzen des Klimawandels auf die Zusammensetzung geeigneter Ackerfuttermischungen

Das Projekt hatte das Ziel, einen Überblick über mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf den Anbau von Futterpflanzen zu geben und eventuelle Auswirkungen auf den Ackerfutterbau im Freistaat Sachsen abzuleiten.

Klimatologen gehen inzwischen von eindeutigen Anzeichen für einen globalen Klimawandel aus. Als Ursachen für die Klimaänderung werden neben den jüngsten anthropogenen Faktoren (Treibhausgas-Emissionen) auch Veränderungen der Sonneneinstrahlung, Vulkanismus und Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre und Ozean diskutiert. Temperaturverlauf und -durchschnitt, Niederschlagshöhe und -verteilung sowie Sonnenscheindauer und CO2-Konzentration in der Atmosphäre sind die klimatischen Faktoren mit der größten Wirkung auf das Wachstum der Kulturpflanzen. Von besonderer Bedeutung für den Pflanzenbau sind der prognostizierte Temperaturanstieg und die Zunahme der CO2-Konzentration in der Atmosphäre bzw. in bodennahen Schichten.

Für den Pflanzenbau und hier insbesondere für den Futterbau stellt sich deshalb die Frage nach möglichen Konsequenzen für den Grundfutteranbau im Freistaat Sachsen. Im Mittelpunkt der Betrachtungen standen die Gräser und kleinkörnigen Leguminosen als Ackerfutterpflanzen. In einigen Punkten finden sich auch Bezüge zur Grünlandnutzung, weil insbesondere bei den Gräsern eine klare Trennung zwischen Grünland und Ackerfutter schwierig ist. Auf den Silomais als bedeutendste Ackerfutterpflanze wurde nur dann Bezug genommen, wenn ein Zusammenhang sinnvoll erscheint.

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