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Niederschlag in der Wachstumsphase I

Wird das Frühjahr in Sachsen immer trockener?

Beschreibung des Indikators

Die Darstellung zeigt Niederschlagssummen für die Vegetationsperiode I (April bis Juni) in Sachsen für die Jahre 1881 bis 2023. Das 11-jährig gleitende Mittel filtert eine natürliche Klimavariabilität, den mittleren Sonnenfleckenzyklus. Somit wird auch die langfristige Entwicklung besser erkennbar, da unabhängiger von Einzeljahren. Der Niederschlag ist gegenüber der Temperatur in seinem raum-zeitlichen Auftreten sehr heterogen.

 

Das Diagramm zeigt die Niederschlagssummen der Monate April bis Juni in Sachsen seit 1881. Während der Wachstumsphase I war seit 1971 jede Dekade niederschlagsärmer als davor. 2023 sind ca. 29 Prozent weniger Niederschlag gefallen.

Grafik: Niederschlag in der Wachstumsphase I (Quelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, Deutscher Wetterdienst (DWD), 2024) © LfULG

Aussage des Indikators

Eine Abnahme der Niederschlagsmenge in der Vegetationsperiode I von April bis Juni (Vorsommertrockenheit) verlangsamt den Wachstumsprozess der Pflanzen und erhöht das Risiko von Ernteausfällen. Vor allem im Zusammenspiel mit steigenden Temperaturen kann dies Landwirtschaft und den Gartenbau im Freiland stark beeinträchtigen.

Bewertung für Sachsen

In den letzten 140 Jahren (1881-2023) zeigen die Niederschlagssummen in der Vegetationsperiode I (April bis Juni) eine nicht-lineare Entwicklung, mit vergleichsweise stark ausgeprägten 'von Jahr zu Jahr' Schwankungen. Seit 1971 war jede Dekade niederschlagsärmer als davor. Die sächsischen Landwirte können sich mit einem verbesserten Wassermanagement darauf einstellen. Dazu gehören die Sorten- und Fruchtartenwahl, angepasste Verfahren der Bodenbearbeitung und Düngung oder die Bewässerung bestimmter Kulturen und Fruchtfolgen.

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