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Ertragsausfallrisiko für die Landwirtschaft

Beschreibung

Die Grafik verdeutlicht das Ertragsausfallrisiko für die landwirtschaftliche Produktion, insbesondere von Getreide und Raps, aufgrund von Trockenheit. Anhand bodenkundlicher und klimatischer Kennwerte erfolgt die Bewertung standortspezifisch. Methodenentwicklung und Datenauswertung wurden im Rahmen des LfULG-Forschungsprojekts "Bodenrente und Ausgleichszahlungen für Umweltstandards" durchgeführt.
Der Indikator wird auch im Klimafolgenmonitoring in Sachsen verwendet.
Ertragsausfallrisiko für die Landwirtschaft

Grafik: Ertragsausfallrisiko in Sachsen (Quelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie)

Aussage

Mit dem Indikator werden Einflüsse des Klimawandels auf die Ertragsstabilität beschrieben. Er verdeutlicht, wie sensibel landwirtschaftlich genutzte Flächen bestimmter Raumeinheiten auf klimatische Veränderungen reagieren können.

Bewertung für Sachsen

Der Klimawandel wird sich auch auf die sächsische Landwirtschaft auswirken. Insbesondere durch die beobachteten Trends zunehmender Witterungsextreme werden künftig höhere Ertragsrisiken für die Landwirtschaft erwartet. Die Karte zeigt, dass das Ertragsausfallrisiko in den nördlichen Gebieten des Freistaates Sachsen hoch bis sehr hoch ist. Dort sind die Niederschläge vergleichsweise gering und die sandreichen Böden (D-Standorte) können wenig Wasser speichern. Die mittleren und südlichen Landesteile sind aktuell wegen besserer Böden Lö- und V-Standorte) bzw. einer günstigeren Niederschlagssituation deutlich weniger von dem Problem betroffen.
Der zu erwartende Klimawandel wird in den nächsten Jahrzehnten dazu führen, dass das Ertragsausfallrisiko v. a. im Norden, aber auch im Süden Sachsens weiträumig zunimmt. Die geringsten Wahrscheinlichkeiten für Ertragsausfälle weisen zukünftig die Regionen mit tiefgründigen, lössbeeinflussten Böden auf.
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