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Agrarbusiness

Die sächsische Landwirtschaft ist kein einzeln stehender Wirtschaftszweig, sondern über vielfältige Beziehungen mit vor- und nachgelagerten Bereichen verbunden. Die Gesamtheit aller Wirtschaftsbereiche wird unter dem Begriff Agrarbusiness zusammengefasst. Zum vorgelagerten Bereich gehören beispielsweise Unternehmen, die landwirtschaftlichen Maschinen herstellen und verkaufen oder Tierärzte. Der nachgelagerte Bereich wird von der Ernährungsindustrie und dem Ernährungshandwerk dominiert. Dazu gehören aber auch die Erzeugung von Bioenergie oder die Verarbeitung nachwachsender Rohstoffe.

Die Bedeutung des Agrarbusiness ist in der unten stehenden Abbildung zusammengefasst. Der Gesamtbereich erzielt eine höhere Beschäftigungswirkung als der Fahrzeugbau und eine Bruttowertschöpfung, die vergleichbar zum Maschinenbau ist.

 

 

Wertschöpfungseffekte entstehen außer bei der landwirtschaftlichen Produktion zum einen, wenn die sächsischen Landwirte Vorleistungen bei ihren Lieferanten beziehen und zum anderen, wenn die der Beschäftigten in der sächsischen Landwirtschaft und bei den Lieferanten ihre Löhne für verschiedenste Güter ausgeben.

Die direkte Wertschöpfung der sächsischen Vollerwerbslandwirte betrug im Jahr 2010 742 Mio. Euro. Zusätzlich wurden in der Region Sachsen durch die Verflechtungen von Lieferungen und die Verausgabung von Löhnen weitere 1.156,8 Mio. Euro Wertschöpfung generiert. Auf bundesdeutscher Ebene entstanden auf diese Weise weitere 1.370,7 Mio. Euro. Damit erzielt eine Euro Wertschöpfung der sächsischen Vollerwerbslandwirte rund 1,6 Euro zusätzliche Wertschöpfung in Sachsen sowie 1,8 Euro zusätzliche Wertschöpfung in der restlichen Bundesrepublik. Diese und weitere Informationen können der Studie »Wirtschaftsfaktor sächsische Landwirtschaft« entnommen werden.

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 22: GAP, Informationsmanagement

Dr. Christoph Albrecht