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Landesarbeitskreis Wirtschaftsgeflügelhaltung

Unter dem Dach des Fachbeirates Tierproduktion setzt dieser Arbeitskreis die bisherige Zusammenarbeit innerhalb des Zukunftsforums, Fachforum Veredlung, fort. Im Rahmen des Fachbeirates Tierproduktion werden zukünftig zweigbezogene Arbeitsgruppen, als Landesarbeitskreis bezeichnet, tagen, um die Effektivität des Gremiums zu erhöhen und gezielter auf die Spezifik der Zweige eingehen zu können.

Mitglieder

  • Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
  • Sächsisches Ministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, Referat 35
  • Sächsische Tierseuchenkasse
  • Sächsischer Geflügelwirtschaftsverband
  • Albrecht-Daniel-Thaer-Institut für Nutztierwissenschaften e.V. der Universität Leipzig
  • 5 Wirtschaftsunternehmen

Arbeitsschwerpunkte

  • Vorsorgeverträge zur Tötung im Seuchenfall durch SMS mit der Firma TCC Amsterdam (Niederlassung in Sachsen-Anhalt) abgeschlossen
  • Novellierung der TA-Luft wird erwartet
  • Diskussion über gesetzliche Vorschrift für die Aufzucht von Junghennen und Masttieren bezüglich Belegungsdichte
  • Mobilstallhalter – wie wird sichergestellt, dass alle, auch die ohne Sachkunde, eine tierartgerechte Haltung bis zur Schlachtung ausüben
  • Amtliche Kontrolle kann nur bei den Betrieben erfolgen, die einen Erzeugercode haben
  • Initiative Tierwohl in der Hähnchenmast läuft sehr gut, 95 % der Produktion werden über diese Initiative vermarktet
  • Wunsch der Wirtschaftsunternehmen Technikhalle der Innenwirtschaft für Ausstellung von Geflügelexponaten zu nutzen, um moderne Geflügelhaltung zu präsentieren
  • Machbarkeit wird geprüft, erweist sich als schwierig, da keine Platzressourcen vorhanden sind, wenig Geflügelveranstaltungen am Ort und keine überbetriebliche Ausbildung im Geflügelbereich stattfinden
  • Vorsorgeverträge für Tötung im Seuchenfall wurde vom SMS am 22.12.2001 EU-weit ausgeschrieben
  • Schaffung verbindlicher Regelungen zur Auslaufgestaltung hinsichtlich Bio- versus Freilandhaltung
  • Geflügelwirtschaftsverband plant ein EIP Vorhaben 2019 – 2021 zu Managementempfehlungen für Legehennenhalter
     
  • Geflügelbranche bittet um Aufnahme von Geflügelthemen in die Lehrschau »Technik der Innenwirtschaft«, da auf Grund der aufgetretenen Influenza viel Unsicherheit in der Branche besteht
  • Angespannte Lage in der Gänsehaltung durch Tötung von Zuchtgänsen in Folge des Auftretens der Influenza
  • Problematik Vereinfachung der Auslaufregelung für Freilandherden wird unterschiedlich diskutiert. Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Wirtschaft verschiedener Bundesländer hat ein Arbeitspapier erstellt, liegt z.Zt. beim Bundesministerium vor.
  • Daraus resultierend fehlen Gössel, es konnten nicht alle Kunden bedient werden
  • Unter den Gänsehaltern macht sich eine gewisse Angst vor einer erneuten Stallpflicht breit.
  • Zentralverband der Geflügelwirtschaft begeht 50. Jahrestag
  • Diskussion eines möglichen neuen Forschungsthemas zum Thema Fütterung

2. Beratung

  • Erläuterung der aktuellen Situation bezüglich Vorsorge im Tierseuchenfall wird erläutert, Broilermastbetriebe haben einen eigenständigen Vertrag abgeschlossen, Geflügelwirtschaftsverband hat eine Lösung zur Finanzierung gefunden und Verträge beim SMS und TSK eingereicht
  • Grundlehrgang Geflügelhaltung wird ab 2016 in kürzerer Form als 2015 angeboten
  • Projektgruppe »Verzicht auf das Schnabelkürzen Legehenne des Bundesverbandes Deutsches Ei« nimmt die Arbeit auf

1. Beratung

  • Vorstellung der Gräfendorfer Geflügel- und Tiefkühlfeinkost Produktions GmbH
  • Es wird nach einer Lösung zur praktikablen Handhabung der Verlustmeldung an die HIT Datenbank gearbeitet. Akzeptabel ist die Verlustmeldung durch Differenzfeststellung Einstallung zur Ausstallung bei linearem Verlauf. Überarbeitet werden muss noch die Berechnung des Therapieindex, da im Moment die Zeiten der Serviceperiode (Leerzeiten) in die Verlustrate eingehen.
  • Durch die »Initiative Tierwohl« ist die Besatzdichte in der Hähnchenmast geringer geworden. Das bedeutet, das Mastplätze fehlen bzw. gebraucht werden. Es könnte eine Chance für Landwirte sein, in dieses Geschäft einzusteigen.
  • Problematik der Vereinfachung der Auslaufregelung für Freilandherden besteht nach wie vor. Bayern wird eine landeseigene Regelung erarbeiten, an dieser wird sich Sachsen orientieren. Die Eigenverantwortung des Tierhalters soll einen größeren Stellenwert bekommen.
  • Informationen zum abgeschlossenen Projekt »Bioaerosole aus Anlagen der Geflügelhaltung«.
  • Problem bleibt die Abschätzung des tatsächlichen Gefährdungspotentials der festgestellten Immissionen. Die Ergebnisse sind in die VDI-Richtlinie eingeflossen. Die VDI erarbeitet eine einheitliche Herangehensweise für Emissions- und Immissionsmessungen.
  • Geflügelwirtschaftsverband hat es geschafft, für seine Mitgliedsbetriebe einen Vorsorgevertrag abzuschließen.
  • Rundgang durch die Firma Eskildsen GmbH (Aufzuchtställe für die Gössel, die Brüterei und die Federnaufbereitung)
  • Erste Praktikerschulung zum Thema »Sachgerechter Umgang mit Selektionstieren Geflügel« sowie 1. Grundlehrgang für Geflügelhaltung fand mit sehr hoher Beteiligung statt
  • Für die nächsten Jahre werden wieder Lehrgänge mit gleichen oder ähnlichen Themen organisiert
  • Informationen zu abgeschlossenen bzw. laufenden FuE-Vorhaben des LfULG (Emissionen und Immissionen von Bioaerosolen sowie Praxiserprobung zum Verzicht auf das Kupieren von Schnäbeln bei Legehennen)
  • Aus aktuellem Anlass wird über die Salmonellenproblematik informiert
  • Zentrale Lösung für Tierseuchenvorsorge wird angestrebt
  • Internationale Wassergeflügeltagung konnte durch aktuelles Seuchengeschehen nicht im Frühjahr stattfinden, neuer Termin 22./23.09.2015 (Vortragstagung, Exkursion oder Kulturfahrt)

2. Beratung

  • Besichtigung der Farmpackstelle der Eifrisch GmbH Neukirchen
  • Vorstellung der Arbeiten des LfULG und der BfUL zu Emissionsmessungen, Ergebnisse sind bedeutend für ganz Deutschland
  • Betriebe sagen weitere Zusage zu den Messungen, um belastbare Ergebnisse zu erzielen
  • Vorstellung der Ergebnisse zum abgeschlossenen Projekt zum Thema Lampen mit unterschiedlichen UV Anteilen im Spektrum
  • Praxisbetriebe wünschen Praktikerschulungen zu verschiedenen Themen, da es immer mehr Quereinsteiger gibt
  • Praktiker kritisieren die immer mehr erschwerende Zusammenarbeit mit Handel durch höhere Anforderungen ohne finanzielle Vergütung für höheren Aufwand
  • Vorstellung des Projektes Europäische Innovationspartnerschaften (EIP-AGRI)
  • Im Rahmen der EIP sind Überführungsprojekte für die Praxis förderfähig, Antragsteller können sein: wissenschaftliche Einrichtungen, Universitäten, Verbände, Organisationen und Praxisbetriebe
  • Der Aufruf zur Antragstellung erfolgt im Januar 2015.

1. Beratung

  • Es herrscht ein enormer Druck der Discounter auf die Eierpreise, als auch auf das Schlachtgeflügel.
  • Weiteres Problem ist die Vermarktung von Eiern an die Verarbeitungsindustrie, deren Anteil sehr hoch ist. Es werden große Mengen an Käfigeiern aus Drittländern importiert und verarbeitet, was den Preisdruck auf einheimische Erzeuger, die an die Verarbeitungsindustrie liefern, dramatisch verschärft. Die Branche fordert deshalb eine durchgehende Deklaration auch für Industrieeier.
  • Problem ist das schlechte Image der Geflügelbranche.
  • Schwieriger Stand der Geflügelwirtschaft in der Tierwohl-Diskussion.
  • Pilotprojekt der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover und der Hochschule Osnabrück zum Thema »Praxisbegleitende Untersuchungen zur Prüfung des Verzichts auf Schnabelkürzen bei Legehennen in Praxisbetrieben« bringt erste ernüchternde Ergebnisse.
  • Ein großer sächsischer Legehennenbetrieb stellt sich der Herausforderung zur Praxiserprobung Haltung von Legehennen mit nicht behandelten Schnäbeln
  • Vorstellung bisheriger Ergebnisse zum Forschungsprojekt »ioaerosole aus Tierhaltungsanlagen«
  • Töten von männlichen Küken der Legerichtung gerät immer mehr in die Kritik. Ein Forschungsvorhaben der Klinik für Vögel und Reptilien an der veterinärmedizinischen Universität Leipzig »anwendungsorientierte Untersuchungen für eine in ovo-Geschlechtsbestimmung beim Haushuhn« zielt darauf ab, die Geschlechtsbestimmung bereits am unbebrüteten Ei vornehmen zu können. Erst wenn dies unter Praxisbedingungen gelingt, ist eine Lösung des Problems gefunden.
  • Problematik Schnabelkürzen ist vergleichbar mit der des Schwanzkupierens in der Schweinehaltung. Sowohl die Geflügel- als auch die Schweinehalter bewegen sich in einer rechtlichen Grauzone. Gegenwärtig wird in Deutschland umfangreich von der Möglichkeit des § 6 Tierschutzgesetz Gebrauch gemacht, dass die zuständige Behörde das Kürzen der Schnabelspitze bei Nutzgeflügel erlauben kann, wenn glaubhaft dargelegt wird, dass der Eingriff im Hinblick auf die vorgesehene Nutzung zum Schutz der Tiere unerlässlich ist.
  • In der Mastgeflügelhaltung wird ein Zusatzpaket Tierwohl im Rahmen von QS erarbeitet. In der vom Bauernverband, der deutschen Geflügelwirtschaft und dem Handel im Rahmen des QS-Systems in die Wege geleiteten Tierwohlinitiative werden höhere Anforderungen im Vergleich zum Standard-QS-System gestellt. Für die höheren Anforderungen sollen die Mäster und Schlachter eine höhere Vergütung, auf Basis einer Fondslösung erhalten.
  • Neue Formen des Wissenstransfers in der Förderperiode 2015 – 2020 förderfähig
  • Ebenfalls förderfähig anwendungsreife Forschungsvorhaben über EIP »Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit«
  • Praxisbetriebe äußern Wunsch nach Schulung und Weiterbildung des Nachwuchses in der Geflügelbranche
  • Absprachen zur internationalen Wassergeflügeltagung am 15./16.4.2020 in Sachsen
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