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Futter und Fütterung von Rindern

Veranstaltungsnachlese Sächsischer Futtertag 2014

Mehr als 250 Schimmelpilzarten stehen unter Verdacht, Mykotoxine bilden zu können. Über 300 dieser Toxine wurden bisher beschrieben. Über Funktion, Entstehungsgeschichte oder Toxizität gibt es nach wie vor mehr Fragen als Antworten. Gerade in der Wiederkäuerernährung ist ein Zusammenhang zwischen mykotoxikologischen Befunden in Futtermitteln und der Tiergesundheit mehr empirisch. Das Erkennen der Schadwirkungen durch Mykotoxine ist beim Wiederkäuer dadurch erschwert, dass selten typische Erkrankungsbilder ausgelöst werden. Häufig sind die suspekten Futtermittel auch gar nicht mehr verfügbar, so dass retrospektive Untersuchungen zum mykologischen und mykotoxikologischen Status im Verdachtsfall nicht erfolgreich sind. Untersucht wird aber nach wie vor inflationär. Macht das viele Untersuchen und das in jeder nur denkbaren Matrix eigentlich Sinn? Was kann man mit den Ergebnissen am Ende anfangen? Werden die Befunde sinnvoll und richtig gewertet? Welche Symptome bzw. welcher Indikator zeigt beim Milchrind eine mykotoxikologische Schadwirkung an? Sollten wir die Problemsicht nicht eher auf die Erzeugung, Lagerung und Konservierung konzentrieren? Fragen, welche wir ausgewiesenen Experten gestellt haben und deren Anwort wir gern auf dem Futtertag 2014 an Sie weitergeben wollen.

Panikmache oder Risiko - Bedeutung der Mykotoxine für Milchkühe

Panikmache oder Risiko - Bedeutung der Mikrobiologie für das Futter

Untersuchung oder Empirie - Möglichkeiten und Grenzen der Analytik von Mykotoxinen

Konflikt oder Systemfehler - Ackerbauliche Maßnahmen als Risikofaktor

Konflikt oder Systemfehler - Lagerung und Silierung als Risikofaktor

Sinn oder Unsinn - Mykotoxine in Milch und Blut als Indikator für die Belastung

Köllitscher Fachgespräch am 13.06.2012

Trotz des Einsatzes hochwertiger Futtermittel und modernster Fütterungstechnik ist in der landwirtschaftlichen Praxis nicht immer eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung der
Milchkühe gewährleistet. Hauptursache fütterungsbedingter Stoffwechsel- und Gesundheitsstörungen sind nicht bedarfsgerechte Nährstoff- bzw. Energieangebote aufgrund fehlender Kenntnisse zum Futterwert der eingesetzten Futtermittel. Zunehmend wird die Futterstruktur zum begrenzenden Faktor, weil sie für einen störungsfreien Ablauf von Verdauung und Stoffwechsel wichtig ist. Im Fachgespräch werden u. a. futtermittelspezifisch oder durch technische Bearbeitung veränderte ruminale Verdaulichkeiten einzelner Futtermittel vorgestellt und deren Auswirkungen auf die bedarfsgerechte Versorgung der Kühe diskutiert.

Sächsischer Futtertag 21.03.2012

Nahezu 80 % der in Deutschland verfütterten Proteinfuttermittel müssen importiert werden. Sojabohnen und Sojaextraktionsschrot besitzen hier die größten Marktanteile.
Sowohl die strengen Zulassungsbedingungen für GVO als auch der schnell wachsende Bedarf an Sojabohnen in den asiatischen Schwellenländern China und Indien provozieren die Gefahr einer Verknappung und starker Preisschwankungen an den Weltmärkten.
Um einer zunehmenden Anfälligkeit und Importabhängigkeit der sächsischen Veredelungswirtschaft zu begegnen, müssen neue Wege der Proteinversorgung der landwirtschaftlichen Nutztiere gesucht und gegangen werden.

Der Sächsische Futtertag 2012 will für die Proteinversorgung der Milchrinder dafür Impulse geben.

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