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Auszubildende in der Landwirtschaft im Vergleich zu anderen Branchen

Beschreibung des Indikators

Der Indikator zeigt die Entwicklung der sächsischen Schulabsolventen-/-abgängerzahlen und der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in ausgewählten Zuständigkeitsbereichen für die Ausbildung. Für die bessere Vergleichbarkeit der Daten wurde ein Index auf Basis des Jahres 2000 berechnet. Bei der Interpretation der Daten muss beachtet werden, dass ein Wechsel des Ausbildungsbetriebs oder des Ausbildungsberufes vor Abschluss der Ausbildung immer als neu abgeschlossener Vertrag gezählt wird.
Datenquellen sind das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen (Schulstatistik) und das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB, Daten zu Ausbildungsverträgen). Datenstand ist der 30.09. des jeweiligen Jahres, Im Bereich Landwirtschaft sind mehrere Berufe aus dieser Richtung zusammengefasst.

Es wird die Anzahl der Schulabsolventen in der Landwirtschaft in Sachsen im Vergleich zu anderen Branchen in Sachsen dargestellt. In allen Branchen sind die neu abgeschlossenen Verträge um mindestens die Hälfte gesunken. © LfULG

Grafik: Auszubildende in der Landwirtschaft im Vergleich zu anderen Branchen (Quelle: Bundesinstitut für Berufliche Bildung (BiBB), Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen)

Aussage des Indikators

Aus der Anzahl der Ausbildungsverträge kann abgeschätzt werden, wie gut ausscheidende Fachkräfte durch Nachwuchs ersetzt und wie stark einzelne Branchen davon profitieren können Mit den Schulabsolventen/-abgängern wird eine der wesentlichen Einflussgrößen auf die Entwicklung dargestellt.
Durch die Aufteilung nach Branchen ist es zudem möglich, die Attraktivität bestimmter Ausbildungsbereiche abzuschätzen - sowohl im Wettbewerb untereinander als auch im Vergleich zur Gesamtzahl der zur Verfügung stehenden Bewerber.

Bewertung für Sachsen

Durch die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen in den frühen 1990er-Jahren kam es zu erheblichen Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur und in der Geburtenrate, die sich ab dem Beginn der 2000er-Jahre als deutlicher Rückgang in der Zahl der Schulabsolventen/-abgänger bemerkbar machten. Hinzu kommt, dass sich immer mehr Abiturienten für ein Studium und damit gegen einen Berufsausbildung entscheiden. Entsprechend sind die Auszubildenden-Zahlen in Sachsen zurückgegangen. Die Landwirtschaft war davon zunächst nicht betroffen, allerdings war die Anzahl der Auszubildenden auch dort ab 2006 rückläufig. Innerhalb der letzten Dekade war die Landwirtschaft bezüglich Fachkräftenachwuchs weniger von den Auswirkungen des demografischen Wandels betroffen als das Handwerk, aber etwas stärker als der Bereich Industrie und Handel. Das zeigt, dass die Landwirtschaft im Wettbewerb um Nachwuchskräfte durchaus ähnliche Chancen wie andere Berufe hat.
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