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Anbau von Feldfrüchten - Vergleich von Öko-Landbau und Landwirtschaft insgesamt

Beschreibung des Indikators

Der Indikator zeigt den Anteil ausgewählter Feldfrüchte an der gesamten Ackerfläche für ökologisch bewirtschaftete Betriebe (nur vollumgestellt) und für alle Betriebe (konventionell und ökologisch zusammen). 
Datenquelle sind die Strukturdaten aus der Antragstellung zur Agrarförderung. Änderungen in den Jahren 2011 und 2015 sind z. T. auf Änderungen in den Grundlagen der statistischen Erfassung zurückzuführen.

Das Säulendiagramm zeigt die Anbauanteile verschiedener Feldfrüchte. Öko-Landbau und die gesamte Landwirtschaft werden getrennt dargestellt. Getreide und Ackerfutter haben die größten Anteile. © LfULG

Grafik: Anbau von Feldfrüchten im Öko-Landbau (Quelle: Agrarförderung, nur vollumgestellte Öko-Betriebe im Rahmen der jeweils geltenden Erfassungsgrenzen und -methode)

Aussage des Indikators

Der Indikator enthält zwei Informationen - zum einen die Anbauentwicklung im Öko-Bereich, zum anderen den Vergleich der Anbauverhältnisse unabhängig von der Art der Bewirtschaftung. Das Anbauspektrum hängt ab

  • von natürlichen Verhältnissen und der Anbaueignung der Pflanzen,
  • den Vermarktungsmöglichkeiten und
  • speziell im Öko-Bereich den gesetzlichen Vorgaben.

Sobald sich hier Änderungen ergeben, zeigen sich Verschiebungen im Anbauverhältnis. Die Unterschiede zwischen den Fruchtartenanteilen bei ökologisch bewirtschafteten Flächen und bei den Flächen insgesamt weisen auf die spezifischen Ausprägungen in Öko-Betrieben hin.

Bewertung für Sachsen

Der Anteil des Getreideanbaus schwankt unabhängig von der Wirtschaftsweise um Werte zwischen 50 und 60 % und ist im Öko-Landbau in der Regel etwas niedriger als bei allen Betrieben zusammen.
Die Unterschiede bei Feldgemüse sind auf Vermarktungsmöglichkeiten zurückzuführen. Für ökologisch erzeugtes Feldgemüse bestehen oftmals gute Absatzmöglichkeiten.
Ölfrüchte spielen dagegen im Ökobereich kaum eine Rolle. Ursachen sind u. a. signifikante Risiken durch Schädlingsbefall und Schwierigkeiten mit der Vertragsvermarktung. Der vergleichsweise hohe Anbauanteil in der Landwirtschaft insgesamt ist vor allem auf die vom Ölmarkt induzierte Nachfrage zurückzuführen.
Unterschiede zwischen Bioproduktion und der Landwirtschaft insgesamt werden ebenfalls beim Anbau von Hülsenfrüchten (Leguminosen) und Ackerfutter deutlich. Leguminosen sind als Stickstoffsammler wichtige Elemente der Fruchtfolge, weil im Ökolandbau keine synthetischen Düngemittel eingesetzt werden dürfen. Der hohe Anteil Ackerfutter resultiert aus der Festlegung, dass auch das Tierfutter ökologisch erzeugt sein muss. 
Insgesamt sind in Ökobetrieben vielfältigere Fruchtfolgen vorzufinden.

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