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Wirtschaftlichkeit von Schafbetrieben

Beschreibung des Indikators

Der Indikator vergleicht das Einkommen von Schafbetrieben aus ausgewählten Bundesländern mit dem Einkommen aller ostdeutschen Landwirtschaftsbetriebe.

Abgeleitet vom Gewinn bzw. Jahresüberschuss zeigt das Einkommen den tatsächlichen Unternehmenserfolg ohne neutrale (zeitraumfremde, außerordentliche nicht unbedingt wiederkehrende) Aufwendungen und Erträge im abgelaufenen Wirtschaftsjahr zuzüglich dem Personalaufwand. Um Betriebe mit verschiedener Größe vergleichen zu können, wird der Wert auf betriebliche Arbeitskräfte bezogen. Die erforderlichen Daten werden aus den Buchführungsergebnissen der Landwirtschaft ermittelt.

Es wird die Entwicklung des wirtschaftlichen Ergebnisses von ostdeutschen Schafbetrieben im Vergleich zu der aller ostdeutschen Landwirtschaftsbetriebe gezeigt. Die Schäfer erreichten eine deutlich geringere Wirtschaftlichkeit. © LfULG

Grafik: Wirtschaftlichkeit von Schafbetrieben (Quelle: Buchführungsergebnisse von Test- und Auflagenbetrieben, eigene Zusammenstellung des LfULG)

Aussage des Indikators

Je höher das nachhaltig verfügbare Einkommen je Arbeitskraft ist, desto erfolgreicher wirtschaftet der Betrieb. Allerdings darf das Ordentliche Ergebnis zzgl. Personalaufwand nicht mit einem Jahreseinkommen eines abhängig Beschäftigten verwechselt werden, weil damit auch die Produktionsfaktoren Boden und Kapital entlohnt werden müssen. Somit verringern u. a. Pachtzahlungen oder die Anschaffung von Maschinen den tatsächlichen »Lohn«.

Die Höhe des ordentlichen Ergebnisses + Personalaufwand wird von den produzierten Tieren und Produkten, den Erzeugerpreisen, den Erträgen aus Agrarumweltleistungen, den laufenden Kosten der Produktion und dem Management beeinflusst.

Bewertung für Sachsen

Die wirtschaftliche Situation der spezialisierten Schafbetriebe – gemessen an der Kennzahl Ordentliches Ergebnis zzgl. Personalaufwand - hat sich im Trend der 14 zurückliegenden Jahre kaum verändert. In den Jahren 2005/06 bis 2018/19 wurde von den analysierten Betrieben ein durchschnittliches Ergebnis in Höhe von 25.700 €/Arbeitskraft erzielt. Dies entspricht knapp 80 % des durchschnittlichen Niveaus aller Landwirtschaftsbetriebe in Ostdeutschland (32.400 €/Arbeitskraft) in dieser Zeit.
Die Zulagen und Zuschüsse je Arbeitskraft lagen im Durchschnitt der 14 betrachteten Jahre bei 45.800 €/Arbeitskraft, was 79 % über ihrem durchschnittlichen Ordentlichen Ergebnis zzgl. Personalaufwand lag. Dies zeigt die außerordentlich hohe Abhängigkeit der Schafhaltung von öffentlichen Transferleistungen.

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