Hauptinhalt

Treibhausgasemissionen der pflanzlichen und tierischen Produktion

Beschreibung des Indikators

Der Indikator beschreibt die Entwicklung der Treibhausgasfreisetzungen durch die Landwirtschaft in Millionen Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr. Die hier ausgewiesenen Zahlen stammen aus Berechnungen des Johann Heinrich von Thünen-Institutes (TI), die im Rahmen der nationalen Berichterstattung jährlich zu den Treibhausgas-Inventaren aus der deutschen Landwirtschaft durchgeführt werden.
Die Daten werden entsprechend der dort genutzten Unterteilung nach Emissionen aus der Pflanzen- und der Tierproduktion ausgewiesen.

Die Grafik zeigt Treibhausgasemissionen der pflanzlichen und tierischen Produktion in Sachsen. Dargestellt als Säulen wird deutlich, dass beide Produktionszweige je 50 % am Gesamtanteil von ca. 2,6 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr haben. © LfULG

Grafik: Treibhausgasemissionen aus der Pflanzen- und der Tierproduktion (Quelle: Berechnung der Emissionen aus der deutschen Landwirtschaft – Nationaler Emissionsbericht (NIR)

Aussage des Indikators

Die Landwirtschaft hat an den gesamten Treibhausgas-(THG-)Emissionen im Freistaat Sachsen einen Anteil von rund 5 %. Sie ist aber Hauptverursacher der N2O-, NH3- und CH4-Emissionen. Die Emissionen aus der Landwirtschaft entstehen durch die tierische Verdauung, die Lagerung und Ausbringung von Dünger, Kalkausbringung sowie die Bodennutzung.
Da Treibhausgase den Klimawandel fördern, sollten die Emissionen möglichst gering gehalten werden. Eine vollständige Reduktion würde für den Sektor Landwirtschaft aber eine weitgehende Nutzungsaufgabe bedeuten.

Bewertung für Sachsen

Die Treibhausgas-Emissionen aus der Pflanzen- und Tierproduktion sind zu Beginn der 1990er-Jahre deutlich gesunken, vor allem wegen der Verkleinerung der Viehbestände. Seitdem gibt es nur noch geringfügige Schwankungen. 
In einem Forschungsprojekt des LfULG wurden verschiedene Maßnahmen zur Reduktion der THG-Emissionen der sächsischen Landwirtschaft untersucht. Dabei wurde ein realistisches Potenzial von 5 % ermittelt. Die Verbesserung der Energieeffizienz sowie Erhalt/Etablierung von Grünland und standortangepasste Grünlandmaßnahmen sind dafür am wichtigsten.
Zu beachten ist außerdem, dass CO2-Emissionen nur aus der Pflanzenproduktion (Harnstoffanwendung, Kalkung) in die Berechnungen einfließen, nicht jedoch aus der Tierproduktion (Atmung, Verdauung).

zurück zum Seitenanfang