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Selbstversorgungsgrad mit pflanzlichen Erzeugnissen

Beschreibung des Indikators

Der Selbstversorgungsgrad (SVG) gibt an, in welchem Verhältnis der Bedarf an bestimmten Erzeugnissen im Land durch die eigene Produktion gedeckt werden kann. Damit stellt der Wert eine Art verkürzte Versorgungsbilanz dar.
Datengrundlagen sind Statistiken zur Erzeugung, Verarbeitung, Außenhandel und Bevölkerung. Im Diagramm wird das 5-jährige Mittel für den Zeitraum 2013/14 - 2017/18 gezeigt.

Selbstversorgungsgrad mit pflanzlichen Erzeugnissen
Selbstversorgungsgrad mit pflanzlichen Erzeugnisse  © LfULG

Aussage des Indikators

Liegt der Selbstversorgungsgrad unter 100 %, dann muss eine Region diese Produkte einführen, um die Versorgung der Bevölkerung sicher zu stellen. Ein Wert über 100 % führt aufgrund der Überschusssituation zu Ausfuhren der entsprechenden Produkte. Die globale Integration der Agrarmärkte, verschiedene Marktfaktoren (Nachfrage, Verfügbarkeit, Preis) und natürliche Produktionsbedingungen führen dazu, dass eine ausschließliche Selbstversorgung einer Region in der Praxis nicht vorzufinden ist.
Der SVG unterliegt Schwankungen, deren Ursachen Ertragsschwankungen, rechtliche Rahmenbedingungen und veränderte Konsumtrends sein können. Wegen der vielen Einflussgrößen ist die künftige Entwicklung des Selbstversorgungsgrades nur schwer zu beschreiben.

Bewertung für Sachsen

Sachsen - und hier vor allem das Lössgebiet in der Mitte des Landes - ist eine Ackerbauregion und dadurch vom Anbau von Druschfrüchten geprägt. Der Selbstversorgungsgrad von Getreide liegt in Sachsen deutlich über 100 %. Die letzten Jahre ist die Selbstversorgung mit Raps stetig gesunken und ist nun unter 100 %. Die Nachfrage nach vielfältigem Obst und Gemüse kann nur über Einfuhren aus anderen Gebieten Deutschlands und anderen Ländern gedeckt werden.

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