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Gemüse-Anbaufläche im Freiland

Beschreibung des Indikators

Die Grafik zeigt die Entwicklung der sächsischen Anbaufläche von Gemüse im Freiland. Anbauflächen für Gemüse unter begehbaren Schutzanlagen sind vom Umfang her deutlich unbedeutender und werden in der Grafik nicht berücksichtigt. Grundlage für die Daten ist die Gemüseerhebung.
 

© LfULG

Grafik: Gemüse-Anbaufläche im Freiland (Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen)

Aussage des Indikators

Der Gemüseanbau ist eng an Verarbeitungsstandorte gekoppelt, weil die unverarbeitete Ernte nicht weit transportiert werden kann. Im Umkehrschluss können die Landwirte mit einer relativ stabilen Abnahme ihrer Produkte rechnen. Der Indikator zeigt, ob es ausreichend Verarbeitungskapazität gibt und ob die Gemüseproduktion auch mit Blick auf andere Faktoren attraktiv ist. Gemüse wird meist von darauf spezialisierten Betrieben angebaut, kann aber auch in die normale Fruchtfolge beim Ackerbau eingefügt werden.

Bewertung für Sachsen

Sachsen ist eine wichtige Anbauregion für Industriegemüse. So ist hier beispielsweise rund die Hälfte aller deutschen Markterbsen-Flächen zu finden. Nach einem deutlichen Anstieg der Anbaufläche zu Mitte der 1990er-Jahre bewegt sich der Flächenumfang heute im Bereich um 4.000 ha. Ursachen sind unter anderem niedrige Erzeugerpreise in Folge von Preissenkungen durch den Lebensmitteleinzelhandel, gesellschaftlich erwünschte Einschränkungen beim Pflanzenschutz, Verlust an Vermarktungsstrukturen, fehlendes Ackerland oder ein Rückzug der Gemüseanbau-Spezialisten. In Summe führen diese Faktoren zu einer sinkenden Attraktivität des Gemüseanbaus.

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