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Erzeugerpreise im ökologischen Landbau

Beschreibung des Indikators

Das Diagramm zeigt die am Markt erzielten Preise für ökologisch produzierte Waren am Beispiel von Weizen und Milch im Vergleich mit dem jeweiligen konventionell produzierten Produkt. Der Weizenpreis bezieht sich auf das Wirtschaftsjahr, der Milchpreis auf das Kalenderjahr. Deshalb werden die Weizenpreise immer etwas später fortgeschrieben als die Milchpreise. Datenquelle ist die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI). Alle Preise stellen einen gesamtdeutschen Durchschnittswert dar.

Erzeugerpreise im ökologischen Landbau in Deutschland - Die ökologischen Erzeugerpreise für Milch und Weizen liegen deutlich über den konventionellen Preisen und weisen geringere Preisschwankungen auf. © LfULG

Grafik: Erzeugerpreise im ökologischen Landbau (Quelle: Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI))

Aussage des Indikators

Die ökologische Landwirtschaft unterliegt besonderen Produktionsvorgaben und ist deshalb arbeits- und kostenaufwändiger. Der höhere Aufwand muss durch höhere Preise abgedeckt werden. Je weiter der ökologische über dem konventionellen Produktpreis liegt, desto interessanter ist der Öko-Landbau für den Erzeuger. Wenn sich beide Preise dagegen aufeinander zu bewegen, kann die wirtschaftliche Attraktivität der ökologischen Wirtschaftsweise sinken und es ist möglich, dass viele Landwirtschaftsbetriebe die Umstellung auf den Öko-Landbau verschieben oder die Zahl der Rückumsteller steigt.
Da die Entscheidung für oder gegen den Öko-Landbau sehr vielen Einflüssen unterliegt, kann die Information über die Preise aber nicht als alleinige Begründung für Strukturänderungen verwendet werden.

Bewertung für Sachsen

Die Preise für Öko-Produkte liegen mehr oder weniger deutlich über denen der konventionellen Vergleichsgruppe. Dabei ist die Differenz bei den Weizenpreisen erheblich größer als bei den Milchpreisen.
Im letzten Jahr verringerte sich die Spanne bei den Milcherlösen deutlich. Ursache dafür waren rückläufige Produktionsmengen auf Grund der vorangegangenen Milchkrise und der starke Anstieg des Butterpreises. Damit verbunden wurde das Interesse konventioneller Milchviehalter an der ökologischen Erzeugung etwas gedämpft.

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