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Erzeuger- und Einkaufspreise für die Landwirtschaft

Beschreibung des Indikators

Die Darstellung zeigt die Entwicklung der Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte ("Erlösseite") und die Einkaufspreise für Betriebsmittel ("Kostenseite") in den letzten Jahren. Die Daten werden vom Statistischen Bundesamt durch Befragung von repräsentativ ausgewählten Berichtsstellen erfasst. Sie werden als Indizes bezogen auf das Jahr 2015 für Deutschland insgesamt dargestellt.

Erzeuger- und Einkaufspreise für die Landwirtschaft - Im Jahr 2018 steigt der Index für pflanzliche Produkte und Betriebsmittel deutlich an. Der Index für tierische Produkte entwickelt sich gegensätzlich und fällt ab. © LfULG

Grafik: Erzeuger- und Einkaufspreise für die Landwirtschaft (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Aussage des Indikators

Die Preisindizes vermitteln einen Eindruck von der Erlös- und der Kostensituation in der Landwirtschaft. Steigt die Kurve des Erzeugerpreisindex, können die Landwirtschaftsbetriebe bei gleichen Erträgen und Aufwendungen höhere Erlöse erzielen. Steigt die Kurve des Einkaufspreisindex für Betriebsmittel, steigen die entsprechenden Kosten für die Produktion.
Grundsätzliche Aussagen zur Wirtschaftlichkeit sind aus der Darstellung nicht ableitbar, weil dort eine Vielzahl weiterer Einflussfaktoren eine Rolle spielt. Liegen beide Kurven eng beieinander oder erzielt der Index der Einkaufspreise für Betriebsmittel höhere Werte als der Index der Erzeugerpreise, hat dies negative Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit der Landwirtschaftsbetriebe. Die Kosten steigen dann stärker als die Erlöse.

Bewertung für Sachsen

Seit dem weitgehenden Abbau der EU-Agrarpreisstützung werden die heimischen Erzeugerpreise immer mehr von der Situation auf den internationalen Agrarmärkten geprägt. Dies zeigt sich in den zunehmenden Schwankungen der Erzeuger- und Betriebsmittelpreise. Dadurch nimmt der wirtschaftliche Druck auf die landwirtschaftlichen Betriebe stetig zu.
In der Dekade zwischen den Jahren 2000 und 2010 sind in der Gesamtbetrachtung die Betriebsmittelpreise stärker gestiegen als die Erzeugerpreise. In den letzten Jahren entwickelten sie sich auf vergleichbarem Niveau.
Im Jahr 2018 entwickelten sich die Preisindizes von tierischen und pflanzlichen Produkten in gegensätzliche Richtungen. Durch die getrübten Ernteaussichten in den wichtigen Erzeugerländern stiegen die Getreidepreise bis Herbst in die Höhe. Bei den tierischen Produkten ist der Preisindex gesunken. Zu Beginn des Jahres 2018 haben vor allem die sinkenden Milcherzeugerpreise den Index gedämpft und die Fleischpreise standen massiv unter Druck, was ebenfalls zu dem schwächeren Preisindex beigetragen hat.
In 2019 sind die Betriebsmittelpreise weiter leicht gestiegen, sowie die Erzeugerpreise für tierische Produkte. Der Erzeugerpreisindex hat sich mit einem leichten Rückgang gegensätzlich entwickelt.

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