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Erwerbstätige in verschiedenen Wirtschaftsbereichen

Beschreibung des Indikators

Der Indikator vergleicht die relative Entwicklung der Erwerbstätigkeit in den grundlegenden Wirtschaftszweigen Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (primärer Sektor), Produzierendes Gewerbe (sekundärer Sektor) und Dienstleistungsbereiche (tertiärer Sektor).
Datenquelle sind Veröffentlichungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung der Länder.
Dort werden aus vielfältigsten Quellen Daten zur Darstellung der gesamtwirtschaftlichen Situation zusammengeführt. Die Werte sind aus erhebungsmethodischen Gründen mit den Inhalten anderer Statistiken (z.B. Landwirtschaftszählung) nicht absolut vergleichbar. Die Entwicklung wird als Index bezogen auf das Jahr 2010 dargestellt. Für die jeweils letzten vier Jahre werden vorläufige Daten gezeigt.

Das Liniendiagramm zeigt die Erwerbstätigen in Sachsen nach Wirtschaftszweigen. Alle Werte werden als Index zu 2010 gezeigt. In der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei sind die Werte rückläufig, alle anderen Kurven zeigen seit 2005 einen Anstieg. © LfULG

Grafik: Erwerbstätige in verschiedenen Wirtschaftsbereichen (Quelle: VGR, Berechnungsstand August 2019, Februar 2020)

Aussage des Indikators

Mit dem Indikator wird dargestellt, wie sich die volkswirtschaftliche Bedeutung der einzelnen Sektoren bezogen auf die Erwerbstätigen entwickelt. Die Ursachen für steigende oder sinkende Werte sind vielfältig. Beispielhaft können genannt werden:

  • zu- oder abnehmender Produktionsumfang,
  • zu- oder abnehmende Produktivität,
  • Strukturwandel (z. B. Automatisierung) oder
  • rechtliche/steuerliche Rahmenbedingungen.

Der Indikator zeigt, ob und wie stark die Wirtschaftssektoren von Veränderungen betroffen sind, ohne dass die jeweilige Ursache konkret abgeleitet werden kann. Für den Bereich Landwirtschaft können Hinweise aus anderen Indikatoren im Agrarstatus entnommen werden.

Bewertung für Sachsen

In Sachsen geht die Zahl Erwerbstätigen in der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei mehr oder weniger kontinuierlich zurück, während sie in den anderen beiden Wirtschaftsbereichen zunimmt. In den Zahlen zeigt sich der Trend zur zunehmenden Tertiärisierung der Wirtschaft, also der Verschiebung weg von der Urproduktion hin zur Erbringung von Dienstleistungen.
Wichtigste Ursachen für den Erwerbstätigenrückgang in der Landwirtschaft sind die Automatisierung und die Verschiebung des Produktionsspektrums - die Bedeutung der arbeitsintensiven tierischen Produktion nimmt ab, während die der pflanzlichen Produktion gleichbleibt.

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