Bakterielle Darmerkrankungen beim Hauskaninchen

Die Leben des Wild- und Hauskaninchens unterscheidet sich bezüglich der Lebensbedingungen deutlich.

Das Wildkaninchen deckt den Nährstoffbedarf für die Reproduktion und das Wachstum nahezu ausschließlich mit Grünfutter. Dessen Verdaulichkeit wird durch die Selektion von  Blättern und Triebspitzen erhöht und dadurch auch weniger durch das Vegetationsstadium beeinflusst. Stengel und Halme werden bei Wahlmöglichkeit umso mehr verschmäht, je stärker sie verholzt sind.

Beim Wildkaninchen erfolgt die Geburt im Wurfkessel. Dieser befindet sich am Ende der bis zu 40 m vom Wohnbau entfernten Setzröhre. Die Mutter-Kind-Beziehung beschränkt sich fast ausschließlich auf das Säugen. Dieses erfolgt im Wurfkessel überwiegend einmal täglich, und dauert jeweils 2-3 Minuten. Das Säugen wird beim Wild - wie beim Hauskaninchen durch die Häsin ab der 4. Lebenswoche nach der Geburt beendet.

Bakterielle Enteropathien sind seit Mitte des 20. Jahrhunderts die häufigsten Ursachen von Erkrankungen und Todesfällen bei Kaninchen ab der 4. Bis zur 10. Lebenswoche. Diese hängen eng mit den anderen Haltungsbedingungen, die der Mensch den Tieren schafft, zusammen.

Wir werden unseren Hauskaninchen nicht die Bedingungen bieten können, die sie in der Natur vorfinden, aber wir können durch entsprechende Maßnahmen die Erkrankungsrate und die Verluste reduzieren.

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 74: Tierhaltung

Dr. Evelin Ullrich

Telefon: 034222 46-2218

Telefax: 034222 46-2090

E-Mail: Evelin.Ullrich@smul.sachsen.de

Webseite: http://www.lfulg.sachsen.de

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