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Anbau von Miscanthus

Miscanthus-Ernte in Zwenkau, Foto: IGM 

Miscanthus (Chinaschilf) ist eine ausdauernde Gräserart, die aus dem tropischen und subtropischen Klimaraum stammt. Ihr Hauptverbreitungsgebiet liegt in Japan, China, Korea und Thailand. Sie ist, wie Zuckerrohr und Hirse, eine Gattung aus der Familie der Süßgräser. Der hohe Wuchs sowie die üppige Ausbildung kräftiger, schilfartiger reich beblätterter Halme führten zu intensiven Untersuchungen bezüglich Anbau und Verwertung der Pflanze als Energieträger und Industrierohstoff. Mit dieser Nutzungsrichtung werden heute in Deutschland etwa 2.000 Hektar Miscanthus kultiviert, davon etwa 44 Hektar in Sachsen (Agrarbericht Sachsen 2017).
Angebaut werden in Deutschland die Arten

  • Miscanthus x giganteus (Arthybrid von Miscanthus sacchariflorus – Miscanthus sinensis) mit einer Wuchshöhe bis 4 Meter,
  • Miscanthus sacchariflorus,
  • Miscanthus floridulus und
  • Miscanthus sinensis (Goliath).

Miscanthus x giganteus, Miscanthus floridulus und Miscanthus sinensis bilden Horste. Miscanthus sacchariflorus bildet Ausläufer.
Miscanthus gilt als relativ anspruchslose Pflanze, deren Anbau auf einer Vielzahl von Böden möglich ist. Ein erfolgreicher Anbau ist vor allem vom pflanzenverfügbaren Wasser abhängig, insbesondere während der Hauptvegetationszeit. Für den Anbau kommen sowohl anlehmige Sande, sandige Lehme als auch Lößböden infrage. Auf rekultivierten Kippenflächen ist der Anbau ebenfalls möglich. Am besten geeignet sind sandige Lehmböden mittlerer Ackerwertzahl. Staunasse Böden sowie wind- und frostdisponierte Lagen verträgt Miscanthus nicht. Die Ansprüche an Niederschlag und Temperatur sind mit denen von Mais vergleichbar. Als Faustformel gilt: »Ein guter Maisstandort ist grundsätzlich auch ein guter Miscanthusstandort«.

Einen aktuellen Überblick über die Erfahrungen mit dem Anbau von Miscanthus und Hinweise für die landwirtschaftliche Praxis in Sachsen gibt die Broschüre „Miscanthus-Anbau auf landwirtschaftlichen Flächen“.

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