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Pachtpreise für Fischgewässer

Beschreibung des Indikators

Die Abbildung zeigt die Entwicklung der Preise, die für die Pacht von Fischgewässern zu zahlen sind. Dabei handelt es sich um Durchschnittswerte aller zum Erfassungszeitpunkt gültigen Verträge.
Die Preise werden im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für Pachtverträge bei der Fischereibehörde gewonnen.
 

Das Diagramm zeigt die Pachtpreise für Fischgewässer in Sachsen. Während die Pachten von Teichen in einem Bereich von 70 €/ha liegen, sind die Werte für Fließgewässer mit 20 €/ha vorzufinden. Eine Preiserhöhung ist bei den Teichen zu erkennen.

© LfULG

Grafik: Pachtpreise für Fischgewässer (Quelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie)

Aussage des Indikators

Im Unterschied zu Acker- und Grünlandflächen unterliegen die Pachtpreise für Fischgewässer nur eingeschränkt dem Wechselspiel von Flächenangebot und -nachfrage und dem erwarteten Einkommen bei der Nutzung. Die Entwicklung spiegelt eher die Ertragssituation (Gewinn/Verlust) wieder, die durch eine Reihe von Faktoren, wie baulicher Zustand, Unterhaltungsaufwand oder Bewirtschaftungmöglichkeiten bzw. -beschränkungen geprägt ist.

Bewertung für Sachsen

In den letzten Jahren zeigt sich bei Teichen und sonstigen Gewässern ein relativ stabiler Pachtpreis. Die Verpächter können bei Teichverpachtungen kaum noch Pachterhöhungen durchsetzen, da die Ertragsmöglichkeiten durch klimabedingte oder agrarpolitische Bewirtschaftungsbeschränkungen sowie den zunehmend negativen Einfluss von Prädatoren oder Biber deutlich gesunken sind. Die sinkenden Preise bei den Bergbauseen sind z. T. eine Reaktion auf die Flächenausdehnung in Folge der laufenden Flutung von Bergbaurestlöchern, wodurch sich die Seenfläche ständig vergrößert. Auch hier ist die Nutzung wegen verschiedener Auflagen (z. B. Naturschutz) stark eingeschränkt, was die Pachten zusätzlich niedrig hält.

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