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Geflügel

Untersuchungen zum Einfluss der Beleuchtung in Legehennenställen

Das Sehvermögen von tagaktiven Vögeln und damit auch des Wirtschaftsgeflügels unterscheidet sich sehr stark zu dem des Menschen. Im Gegensatz zum Menschen sehen Vögel neben den Farbkanälen Rot, Grün, Blau (Trichromasie) auch UV-Licht und Schillerfarben (Pentachromasie). Das Sehen im UV-Bereich dient ihnen u. a. zur Geschlechts- und Individualdifferenzierung sowie zur Futterbeurteilung. Bei Fehlen des UV-Anteiles in künstlichen Lichtquellen sieht das Geflügel seine Haltungsumgebung in der Komplementärfarbe, also in „Falschfarben“. Des Weiteren nehmen Vögel bei UV-Anteil im Lichtspektrum ihre Umgebung auch wesentlich heller wahr.
Aus Sicht der wissenschaftlichen Grundlagenforschung entsprechen Leuchtstofflampen ohne UV-Anteil im Lichtspektrum nicht den Anforderungen an eine tiergerechte Beleuchtung in Legehennenställen.
In Untersuchungen wird derzeit erforscht, inwieweit sich tageslichtähnliche Leuchtmittel (mit und ohne UV-Anteil) im Vergleich zu herkömmlicher Beleuchtung im Stall auf die Leistung, die Tiergesundheit und das Verhalten von Legehennen auswirken. Die ersten Ergebnisse liegen nun vor.

Gezielte Legepause oder induzierte Mauser und deren Nutzungsmöglichkeiten

Das Sprichwort vom hohen Wert junger Hühner und alter Kühe ist sicher jedem tierzüchterisch interessierten Menschen bekannt. Es hat nach wie vor im Interesse der Wirtschaftlichkeit dieser Tierarten seine Gültigkeit. Daher werden mehr als 98 Prozent aller Legehennen in Deutschland nur ein Legejahr genutzt. Unter bestimmten Voraussetzungen kann sich aber auch eine gezielte Legepause und damit eine Verlängerung der Nutzungsdauer der Hühner lohnen. Lesen Sie dazu hier mehr.

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