Hauptinhalt

Bewirtschaftete Teichfläche

Beschreibung des Indikators

Teichwirtschaft hat in Sachsen eine jahrhundertelange Tradition. Die bewirtschaftete Teichfläche ist die Wasserfläche, die als Produktionsfläche zur Fischerzeugung fachgerecht genutzt wird. Die Werte wurden bis 2010 durch das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) per Befragung ermittelt. Für den Zeitraum ab 2011 wird auf Daten aus der Aquakulturstatistik des Statistischen Landesamtes zurückgegriffen, die in einem dreijährigen Turnus erfasst werden oder beruhen auf Expertenschätzungen.

Das Diagramm zeigt die bewirtschaftete Teichfläche in Sachsen. In den vergangenen Jahren schwankte diese zwischen knapp 8.000 und 9.000 ha. © LfULG

Grafik: Bewirtschaftete Teichfläche in Sachsen (Quelle: Bis 2010: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie; Ab 2011: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Aquakulturstatistik)

Aussage des Indikators

Warmwasserteiche, die für die Fischproduktion und dabei vor allem für Karpfen genutzt werden, sind in der Regel künstlich angelegt. Ohne dauerhafte Bewirtschaftung würden sie schnell verlanden und devastieren. Die Wasserflächen der Teichgebiete haben große Bedeutung für den Wasserhaushalt, aber auch als Ersatzlebensräume für an Flussauen gebundene Tier- und Pflanzenarten. Die Entwicklung des Indikators zeigt, wie gut diese ökologische Funktion erfüllt werden kann.

Bewertung für Sachsen

In Sachsen schwankte der Umfang der bewirtschafteten Teichflächen in den vergangenen Jahren zwischen knapp 8.000 und 9.000 ha.
Sachsen hat im Bundesvergleich eine relativ große Teichfläche. Ca. 70 % der Teiche liegt in europarechtlich geschützten Naturräumen. Die Konstanz der Flächennutzung durch Fischereiunternehmen trägt zum Erhalt wertvoller Naturlandschaften bei.
In den Jahren 2018 und 2019 konnten eine Reihe von Flächen wegen akuten Wassermangels nicht zur Fischerzeugung genutzt werden. Daher erklärt sich der Rückgang der genutzten Teichflächen.

zurück zum Seitenanfang