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Ammoniak-Emissionen

Beschreibung des Indikators

Der Indikator beschreibt die jährliche Emissionsmenge von Ammoniak (NH3) in Tonnen pro Jahr im Freistaat Sachsen. Die Berechnung der Emissionsmengen erfolgt mit Hilfe von Emissionsfaktoren und Daten zum Verbrauch oder zum Bestand. Der Wert enthält die Ammoniak-Emissionen der Landwirtschaft, des Verkehrs und von emissionserklärungspflichtigen Anlagen.

In dem Säulendiagramm wird gezeigt, wie viel Tonnen Ammoniak pro Jahr in Sachsen emittiert werden. Von 1990 bis 1994 gab es einen starken Rückgang. Seitdem liegen die Werte ohne große Änderungen bei reichlich 20 Tausend Tonnen pro Jahr. © LfULG

Grafik: Ammoniak-Emission in Sachsen (Quelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie sowie Johann Heinrich von Thünen-Institut, Braunschweig) 

Aussage des Indikators

Ammoniak ist ein Luftschadstoff. Er trägt wesentlich zur Versauerung und Nährstoffanreicherung von nicht landwirtschaftlich genutzten Böden (zum Beispiel Wälder und Magerrasen) sowie der Gewässer bei. In der unmittelbaren Umgebung großer Ammoniak-Emittenten kann es zur Schädigung der Vegetation kommen.
Ammoniak entsteht hauptsächlich bei der Zersetzung organischer Substanz. Neben der Landwirtschaft sind der Verkehr (Nebenreaktion im Katalysator) sowie industrielle Prozesse als wesentliche Quellen erkennbar. Der mit Abstand größte Teil der Ammoniakemissionen (rund 95 %) stammt aus landwirtschaftlichen Bereichen. Insbesondere die Tierhaltung und die damit verbundenen Tätigkeiten sind Hauptemittenten von Ammoniak.

Bewertung für Sachsen

Zu Beginn der 1990er-Jahre war ein Rückgang der Ammoniakemissionen um 40 % zu verzeichnen. Dies war ursächlich auf einen gleichlaufend starken Rückgang des Tierbestandes, insbesondere des Rinderbestandes, zurückzuführen. Seitdem ist der Trend der Ammoniakemission als gleichbleibend einzuschätzen.

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