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Wirtschaftlichkeit 2017/18

Die Wirtschaftlichkeit in den analysierten sächsischen Betrieben verbesserte sich im Jahr 2017/18 deutlich. Das Ordentliche Ergebnis zzgl. Personalaufwand stieg um 32 % bzw. um über 9.100 EUR/Arbeitskraft. Es wurde ein Ergebnis in Höhe von 37.400 EUR/Arbeitskraft erreicht, 2016/17 waren es noch 28.300 EUR/Arbeitskraft. Mit diesem Ergebnis in 2017/18 wurde der seit 2013/14 anhaltende Trend der Einkommensverschlechterung bzw. -stagnation gestoppt.

In der sächsischen Landwirtschaft fiel die Ernte 2017 schlechter aus als im Jahr 2016.

Die Erträge bei Getreide lagen niedriger als 2016, aber immer noch leicht über dem langjährigen Mittel. Laut Angaben des BMEL wurden in Sachsen 2017 durchschnittlich 69,5 dt Getreide pro ha LF geerntet. Das waren über 7 % weniger als zur Ernte 2016, allerdings 1 % mehr als im Durchschnitt der Jahre 2011 bis 2016. Im Deutschlandvergleich waren die sächsischen Getreideerträge 2017 leicht unterdurchschnittlich (99 %), in Deutschland insgesamt wurden 70,4 dt/ha LF geerntet.

Beim Winterraps wurden in Sachsen Erträge in Höhe von 33,2 dt/ha erzielt. Damit fielen die Erträge 10 % geringer aus als zur Ernte 2016. Der durchschnittliche Winterrapsertrag lag in Deutschland bei 32,7 dt/ha LF.

Die ausgewerteten Buchführungsabschlüsse zeigen, dass die Hauptursache für die deutlich verbesserte wirtschaftliche Situation die höheren Umsatzerlöse aus dem Milchverkauf der Unternehmen war. Diese ergaben sich aufgrund des höheren Milchpreises. Gewinn erhöhend wirkten gleichfalls höhere Zulagen und Zuschüsse (Öko-Prämie und produktbezogene Zahlungen Tierproduktion) und geringere Aufwendungen für Material im Bereich der Pflanzenproduktion, insbesondere für Düngemittel. Gewinn mindernd wirkten demgegenüber die geringeren Umsatzerlöse aus der Marktfruchterzeugung - die Ertragsrückgänge zur Ernte 2017 schlugen sich hier nieder - und höhere Aufwendungen für Unterhaltung, Personal und Abschreibungen.

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