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Westlicher Maiswurzelbohrer

Schadbild und Biologie

Die Larven des nur ca. 5 mm großen Käfers fressen zunächst an den Wurzelhaaren und den zarten Wurzeln bis sie in die Wurzeln eindringen und sie fast völlig zerstören. Durch verminderte Wasser- und Nährstoffaufnahme und Lagerbildung entstehen Ertragsverluste. Lagernde Pflanzen können sich unter günstigen Bedingungen teilweise wieder aufrichten und bilden dann das typische »Gänsehals-Symptom«.

Wie Getreidehähnchen und Kartoffelkäfer gehört der Westliche Maiswurzelbohrer zu den Blattkäfern. Die sehr kleinen Käfer besitzen ein gutes Flugvermögen. Sie entwickeln eine Generation im Jahr und ihre Hauptflugzeit ist von Juli bis September. Die Weibchen legen ca. 500 Eier in den Boden ab, die dort überwintern. Die Larven schlüpfen dann von Mitte Juni bis Anfang Juli und fressen an den Wurzeln. Die Verpuppung erfolgt im Boden. Die erwachsenen Käfer ernähren sich von Pollen, Narbenfäden und jungen Maisblättern und können bei einem Massenauftreten ebenfalls schädigen. Der Hauptschaden wird allerdings von den Larven verursacht.

Verbreitungswege und Überwachung mit Fallen

Der Westliche Maiswurzelbohrer verbreitet sich entweder aktiv durch Flug mit Einzelflügen bis zu 24 km. Außerdem kann er über Transportwege passiv mit Flugzeugen, Kraftfahrzeugen, Schiffen oder Zügen verschleppt werden. Seit 2004 wird ein mögliches Auftreten des Westlichen Maiswurzelbohrers in Sachsen überwacht. An Orten mit erhöhtem Einschleppungsrisiko wird kontrolliert.

 

Aktuelle Situation

Überwachung 2014

Die sachsenweite Kontrolle eines möglichen Auftretens des Maiswurzelbohrers wird 2014 an Verkehrswegen und auf Maisnachbauflächen mit reduzierter Fallenanzahl weiterhin durchgeführt.

Maiswurzelbohrer an Pflanze

Foto: Peter Blaufeld, JKI

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