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Tierhaltung landwirtschaftlicher Betriebe in Sachsen

Im Folgenden wird die Tierhaltung landwirtschaftlicher Betriebe in Sachsen anhand der Agrarförderdaten analysiert. Dabei ist zu beachten, dass nur landwirtschaftliche Betriebe nach AgrarStatG in die Auswertung eingehen. Weiterhin wird die Agrarförderung für die Flächen der Betriebe gewährt. Flächenlose bzw. -arme gewerbliche Zucht- und Mastbetriebe, wie sie vor allem bei der Schweine- und Geflügelhaltung vorkommen, finden aus diesem Grund an dieser Stelle keine Berücksichtigung.

In Sachsen beschäftigen sich rund 78% der landwirtschaftlichen Betriebe mit der Tierhaltung. Davon halten rund 44% eine Tierart, zumeist Rinder, 26% zwei Tierarten und die übrigen drei und mehr Tierarten. In den Vorgebirgslagen sowie in den Kammlagen des Erzgebirges beschäftigen sich sogar mehr als 90% der Landwirte mit der Tierhaltung. Die Betriebe des Erzgebirges weisen auch die größte Vielfalt an Tierarten auf. Mehr als 29% der Betriebe halten drei oder mehr Tierarten, 24% immerhin noch mindestens zwei. Nach Norden hin nimmt der Anteil der Betriebe mit tierischer Produktion, genau wie die Tierartenvielfalt innerhalb der Betriebe selbst, ab. In der Elbtalniederung halten weniger als 60% der Betriebe Tiere. Im Gegensatz dazu nehmen die Tierbestandszahlen pro Halter zu. So stehen im mittel- und ostsächsischen Lössgebiet zwischen 110 und 130 GVE pro Tierhalter, rund um Torgau sogar über 150 GVE. In den Gebirgslagen sinkt die Bestandsgröße auf unter 100 GVE, im Elbsandsteingebirge sogar auf 70 GVE pro Halter.

In Sachsen wird die Tierhaltung von der Rinderhaltung dominiert. Umgerechnet in GVE liegt der Anteil der Rinder an der Tierhaltung durchschnittlich bei 85%. Im Norden liegt der Anteil zwischen 50% im VG 11 (Sächsische Elbtalniederung) und rund 77% im VG1 (Lausitzer Heide- und Teichgebiet). In den sächsischen Lössgebieten steigt deren Anteil auf zwischen 80 und 90%. Diese Werte werden auch in den Kammlagen erreicht. Schweine stellen die zweitwichtigste Tierart, obwohl die gewerblichen Schweinehalter hier nicht berücksichtigt sind. Der Anteil der Schweine am Tierbestand erreicht im Norden bis zu 37%. In Richtung Süden wird die Schweinehaltung in landwirtschaftlichen Betrieben unbedeutender.

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