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Struktur landwirtschaftlicher Betriebe nach Betriebsformen in Sachsen

Die landwirtschaftliche Betriebsform zeigt an, welche Produktionsausrichtung die Betriebe haben. Dabei schlägt sich die heterogene naturräumliche Struktur von Sachsen bei der regionalen Verteilung dieser Betriebsformen nieder und prägt die sächsische Landwirtschaft. Abgesehen von kleineren Schwankungen ist diese strukturelle Verteilung über Jahre relativ konstant. Die nachfolgenden Abbildungen zeigen die Flächenausstattung in den sächsischen Vergleichsgebieten.

Die Flächenausstattung der einzelnen Betriebsformen ist je nach natürlichen Gegebenheiten in Sachsen unterschiedlich. Sachsenweit sind die Verbundbetriebe mit rund 246 ha LF die flächenstärksten Landwirtschaftsbetriebe. Danach folgen die Ackerbaubetriebe, bei denen die Flächenausstattung mit zunehmender Vorzüglichkeit der Standorte zunimmt. So bewirtschaften die Ackerbauern in der Leipziger Tieflandsbucht rund 243 ha, in den Vorgebirgs- und Gebirgslagen z. T. deutlich weniger als 100 ha.

Ein ähnliches Bild ergibt der Blick auf den Anteil an der bewirtschafteten LF der jeweiligen Betriebsform. Auf den leichten Standorten des Nordens bewirtschaften Ackerbaubetriebe rund 27%, Verbundbetriebe bis zu 39% und Futterbaubetriebe bis zu 17% der dortigen LF. Im Lössgebiet dagegen bewirtschaften die Ackerbauern fast 50% der LF und stellen zudem über die Hälfte aller Betriebe. Mit zunehmender Höhe verringert sich deren Anteil an der LF zugunsten von Verbund- bzw. Futterbaubetrieben, die hier den größten Teil der LF bewirtschaften. In den Kammlagen nutzen die Futterbaubetriebe über 75% der LF.

Die Ausstattung der Betriebe mit Grünland ist vornehmlich von den natürlichen Gegebenheiten in den Regionen, aber auch von der Ausrichtung und Strukturen der Betriebe abhängig. So weisen die Futterbau- und die Verbundbetriebe mit 45 bzw. 42 ha Grünland pro Betrieb höchste Grünlandausstattung auf. Gemessen an der Betriebsfläche hat das Grünland bei den Futterbaubetrieben einen Anteil von rund 39%. Die Ackerbau- und die Veredlungsbetriebe haben dagegen sachsenweit nur einen Grünlandanteil von unter 10% in ihren Betrieben.
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