Selbstversorgungsgrad mit tierischen Erzeugnissen

Beschreibung des Indikators

Der Selbstversorgungsgrad (SVG) gibt an, in welchem Verhältnis der Bedarf an bestimmten Erzeugnissen im Land durch die eigene Produktion gedeckt werden kann. Damit stellt der Wert eine Art verkürzte Versorgungsbilanz dar.
Datengrundlagen sind Statistiken zur Erzeugung, Verarbeitung, Außenhandel und Bevölkerung.

Grafik: Selbstversorgungsgrad mit tierischen Erzeugnissen (Quelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie)

Aussage des Indikators

Liegt der Selbstversorgungsgrad unter 100 %, dann muss eine Region diese Produkte einführen, um die Versorgung der Bevölkerung sicher zu stellen. Ein Wert über 100 % führt aufgrund der Überschusssituation zu Ausfuhren der entsprechenden Produkte.
Die globale Integration der Agrarmärkte, verschiedene Marktfaktoren (Nachfrage, Verfügbarkeit, Preis) und natürliche Produktionsbedingungen führen in der Praxis dazu, dass eine ausschließliche Selbstversorgung einer Region ökonomisch und ökologisch nicht sinnvoll ist.
Der SVG unterliegt Schwankungen. Ursachen liegen in der Angebot-Nachfrage-Situation, in rechtlichen Rahmenbedingungen und in veränderten Konsumtrends.

Bewertung für Sachsen

Im Rahmen der Land- und Ernährungswirtschaft hat die Milchbranche die größte Bedeutung in Sachsen, was sich auch seit längerem in einem Selbstversorgungsgrad von über 100 % widerspiegelt.

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 24: Betriebs-, Umweltökonomie, Markt

Lisa Hörichs

Telefon: (0351) 2612 2411

Telefax: (0351) 4512610010

E-Mail: Lisa.Hoerichs@smul.sachsen.de

Webseite: http://www.smul.sachsen.de/lfulg

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