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Schafhaltung in Sachsen - Regional

2016 gab es knapp unter 930 landwirtschaftliche Betriebe mit Mutterschafen in Sachsen und damit rund 200 weniger als im Jahre 2010. Fast 85% der Betriebe halten weniger als 50 Mutterschafe. In diesen Betrieben stehen aber nur 15% des sächsischen Mutterschafbestandes. 65% und damit der Großteil der Mutterschafe in Sachsen konzentriert sich auf Betriebe mit mehr als 300 Tieren. Nordsachsen weist die größten und die Kammlagen die kleinsten Bestände auf.

Der Besatz auf dem verfügbaren Grünland ist sehr verschieden. So stehen in den Kammlagen 2016 nur 10 Mutterschafe und in den mittleren Höhenlagen sowie im östlichen Lössgebiet 19 bis 30 Mutterschafe pro 100 ha GL. In den Lössgebieten von Mittel- und Westsachsen steigen die Besätze an und erreichen im Nordwesten über 115 Mutterschafe pro 100 ha GL. Die beiden Gebiete sind gleichzeitig auch die Schwerpunkte der sächsischen Schafhaltung. In beiden Gebieten stehen zusammen fast 60 % der sächsischen Mutterschafe.

Aufgrund der ökonomisch schwierigen Bedingungen geht die Schafhaltung in Sachsen seit Jahren zurück. Waren die Zahlen vorab schon stark rückläufig, so ist der Bestand seit 2010 nochmals um 20% gesunken. Allerdings gibt es durchaus starke regionale Unterschiede und Schwankungen, wie die folgende Abbildung zeigt. So nahmen die Bestände um Leipzig um mehr als 25% zu, währenddessen in der benachbarten Mittelsächsischen Platte ebenso große Rückgänge zu verzeichnen waren.

Werden die Betriebe nach Bestandsgrößen aufgeschlüsselt zeigt sich ein ähnliches Bild. Der negative Trend erfolgt fast unabhängig von der Größenklasse, wobei es starke regionale Unterschiede gibt. Betriebe mit unter 20 Mutterschafen verzeichnen seit 2013 in Mittelsachsen Rückgänge um 10%, währenddessen ihre Anzahl in Nordsachsen unverändert bleibt und in den Kammlagen sogar zunehmend ist. Ansonsten verlieren die Kammlagen für alle anderen Größenklassen Betriebe. Besonders die Anzahl der Betriebe zwischen 50 und 150 Mutterschafe bricht im ASG 5 um fast 70% ein.
Bemerkenswerte Zuwächse verzeichnet das Erzgebirgsvorland für Bestände zwischen 50 und 300 Mutterschafe. Ansonsten sind die Mutterschafbestände landesweit im Rückgang begriffen, der für den Zeitraum 2013 bis 2016 bei 10% liegt.

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