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Schaf- und Ziegenhaltung

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Die Zucht und Haltung von Schafen sind ein Bestandteil der Landwirtschaft in allen Regionen Sachsens und Ausdruck der Nutzungsvielfalt in der Tierhaltung. In der Schafhaltung werden hochwertige Schlachtlämmer erzeugt und gesellschaftlich anerkannte Leistungen im Naturschutz und der Landschaftspflege erbracht. Schafe prägen Teile unserer Kulturlandschaft und sind für den Hochwasserschutz in Form der Deichpflege unabdingbar.
Ein Teil der Betriebe hat sich auf die Milchgewinnung und Verarbeitung zu Käsereiprodukten oder auf die ökologische Bewirtschaftungsweise spezialisiert.
In der Bundesrepublik Deutschland sind 1,5 Millionen Schafe registriert, davon sind rund 135.000 Stück Schafe und 16.000 Stück Ziegen bei der sächsischen Tierseuchenkasse registriert (2018).

Struktur und Schafbestand

Schafhaltung in Sachsen lässt sich in die Bereiche Herdenschafhaltung (Berufsschäferei) und Kleinbestände einteilen (Tab. 1):

Herdenschafhaltung über 200 Schafe
Kennzeichnend ist die standortgebundene Schafhaltung überwiegend im Familienbetrieb mit einer Herde von durchschnittlich 699 Stück Schafen. Insgesamt halten 95 Familienbetriebe 75 % der Schafe in Sachsen.

Kleinbestände bis 200 Schafe
Mit 25 % des Schafbestandes bei 1009 Haltern hat diese Art der Schafhaltung, einer langen Tradition folgend, weiterhin große Bedeutung. Neben dem Ostfriesischen Milchschaf prägt eine Vielzahl von Rassen, vorrangig aus dem Spektrum der Landschafe, diesen Bereich.

Tab. 1: Entwicklung der Bestände nach Rechtsformen und Herdengrößen

Daten und Fakten in der Schafhaltung

Weitere Informationen im Agrarstatus

Als Säule wird die Entwicklung des Schafbestands insgesamt gezeigt. Er ist seit Jahren rückläufig. Mit Linien wird die Entwicklung in den sächsischen Agrarstrukturgebieten dargestellt. In Nordwest-Sachsen ist die Schafdichte am höchsten. © LfULG

Grafik: Schafbestand und Schafbesatz in Sachsen (Quelle: Agrarförderung, nur Betriebe in Anlehnung an die Definition des Agrarstatistikgesetzes)

 

Die Karte zeigt die Entwicklung der Mutterschafhaltung in den Agrarstrukturgebieten. Seit 1998 gaben viele Betriebe die Mutterschafhaltung auf und der Mutterschafbestand sank. Im Norden stehen die größten Bestände und fast 60% der Mutterschafe. © LfULG

Grafik: Regionale Entwicklung der Mutterschafhaltung in Sachsen (Quelle: Agrarförderung)

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