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Schadstoffuntersuchungen von Fischen

Ergebnisse der Schadstoffuntersuchungen sächsischer Angelfische 2019

2019 wurden Fische der Elbe, der Freiberger und der Zwickauer Mulde auf Schadstoffe nach lebensmittelrechtlichen Vorgaben und auf prioritäre Stoffe laut Oberflächengewässerverordnung (OgewV) bezüglich der Einhaltung von Umweltqualitätsnormen (UQN) mittels Einzel- und Mischproben untersucht. Daneben erfolgte die Beprobung von Fischen aus zehn weiteren Gewässermessstellen in acht Fließgewässern auf die Einhaltung von Umweltqualitätsnormen anhand von Mischproben. Dabei wurden gleichzeitig Messergebnisse für die geregelten Schadstoffe gewonnen. Die Analysen wurden in der Staatlichen Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft (BfUL) in Nossen durchgeführt. Sonderuntersuchungen von Fischen aus Prossen auf Dioxine, Furane und dl-PCB erfolgten in der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen (LUA), Fachgebiet 2.5 Pestizide anhand von Mischproben ausgewählter Arten.

Bei den Untersuchungen von Elbfischen im Jahr 2019 wurden gegenüber dem Vorjahr ein leichter Anstieg einzelner Schadstoffkonzentrationen festgestellt. Dies betrifft PCB und Quecksilber. Die Ursache ist in der deutlich höheren Stückmasse der gefangenen Fische im Vergleich der letzten fünf Jahre zu sehen. Der Trend eines stetigen, wenn auch langsamen Rückgangs der Quecksilberkonzentrationen im Fischfleisch hält trotzdem an.

Bei den Fischen aus den Unterläufen von Freiberger und Zwickauer Mulde wiesen nur wenige einzelne große und alte Exemplare der Arten Barbe und Döbel Überschreitungen des Höchstwertes von Quecksilber auf, während bei allen anderen Umweltkontaminanten keine Überschreitungen lebensmittelrechtlicher Höchstwerte festgestellt wurden.

Dioxine und Furane sind an allen Beprobungspunkten nur in niedrigen, unkritischen Konzentrationen nachweisbar. Für die dioxinartigen PCB trifft das mit Ausnahme von Barben in Prossen ebenfalls zu. Alle anderen untersuchten Proben, auch die der untersuchten kleineren und mittleren Fließgewässer halten die von der WHO festgelegten Höchstwerte durchweg ein.

Für die Fischproben kleiner und mittlerer Fließgewässer konnten innerhalb der Untersuchung auf UQN nur geringe bis sehr geringe Belastung mit Umweltschadstoffen nachgewiesen werden.

Die Empfehlung an Angler, den Verzehr von Elbfisch auf maximal 2 kg pro Monat und bei großen Fischen auf 1 kg pro Monat zu beschränken, bleibt weiterhin bestehen. Dies gilt auch für die Freiberger und Zwickauer Mulde. Für Fische der anderen untersuchten Gewässer werden keine Verzehrseinschränkungen gemacht, da hier die Belastungen gering bis sehr gering sind.

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