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Rinderhaltung in Sachsen - ein agrarstruktureller Überblick

In Sachsen ist die Rinderhaltung traditionell weit verbreitet. Im Norden und Westen von Sachsen halten rund 48% und im Süden über 70% der Betriebe Rinder. Sachsenweit stehen bei 49% der sächsischen Landwirte Milch- oder Mutterkühe. Auch hier ist deren Anteil in den Gebirgslagen mit über 60% wesentlich höher als in Nord- bzw. in Mittelsachsen, wo der Anteil nur bei rund 39% liegt. Rund 420 Betriebe beschäftigen sich zudem noch ausschließlich mit der Jungviehaufzucht oder betreiben ausschließlich Bullenmast.
In allen Regionen gibt es mehr Mutterkuhhalter als Milchproduzenten. In rund 2% aller Betriebe sind beide Verfahren, d. h. Milch- und Mutterkuhhaltung in einem Betrieb, anzutreffen. Der durchschnittliche Milchviehbestand pro Betrieb stieg in den letzten Jahren kontinuierlich an und lag 2016 bei durchschnittlich 221 Tieren. Der durchschnittliche Mutterkuhbestand liegt dagegen seit einigen Jahren konstant bei rund 18 Tieren pro Betrieb.

Die Rinderbesatzdichte nimmt von Nord, mit 0,3 GV/ ha LF nach Süd, mit 0,7 GV/ ha LF zu. Gleichzeitig verringern sich die Milchkuhbestände pro Halter. Der Mutterkuhbestand pro Betrieb ist in den Kammlagen von Erzgebirge und im Heide- und Teichgebiet mit 20 bzw. 21 Tieren pro Halter vergleichbar und liegt über dem Durchschnitt. In den Vorgebirgslagen und Lössgebiet werden die Mutterkuhherden, mit 14 bis 17 Tieren, kleiner. Die Entwicklungstrends bei der Mutterkuh- und Milchviehhaltung können Sie den nachgeordneten Seiten entnehmen.

Weitere strukturelle Analysen zur Milchproduktion und zur Mutterkuhhaltung finden sie hier:

Weiterführende Informationen zum Thema Rinderhaltung finden Sie hier:

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