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Rinderhaltung

Maßnahmen der Schmerzlinderung bei der Enthornung

Die Stallhaltung horntragender Rindern ist mit einem hohen Verletzungsrisiko sowohl für die Tierpfleger als auch für die Rinder selbst verbunden. Es ist möglich, über die gezielte Auswahl genetisch hornloser Tiere zur Zucht hornlose Rinder zu erzeugen. Andere mögliche Wege sind die Verödung der Hornanlage beim jungen Kalb bzw. die operative Entfernung der Hörner bei älteren Tieren. Für das Enthornen oder das Verhindern des Hornwachstums bei unter sechs Wochen alten Rindern ist laut Tierschutzgesetz keine Betäubung erforderlich aber es sind alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Schmerzen oder Leiden der Tiere zu vermindern. Das folgende Merkblatt beschreibt die vom Gesetzgeber geforderten Mindestforderungen und Empfehlungen für Maßnahmen der wirksamen Schmerzlinderung bei der Enthornung von unter sechs Wochen alten Kälbern.

DLG-Merkblatt Geburtshilfe

Ob bei einer Kalbung unterstützend eingegriffen werden muss, entscheidet häufig schon die Art und Weise der Vorbereitung der Kühe. Wichtig ist, dass die Notwendigkeit eines Eingriffs rechtzeitig erkannt wird und die Hilfe fachgerecht erfolgt. Klare Handlungsroutinen unterstützen die Sicherheit um wirklich helfen zu können. Das DLG-Merkblatt soll dazu beitragen, Geburtshilfe zweckmäßig zu organisieren und Probleme zu erkennen.

DLG-Merkblatt – Empfehlungen zur Erstversorgung neugeborener Kälber

Die Geburt eines Kalbes ist ein völlig natürlicher Vorgang. Die Bedingungen der Stallhaltung erfordern jedoch die strenge Kontrolle und das Eingreifen des Tierhalters zum Schutz der Gesundheit des Neugeborenen. Im DLG-Merkblatt Nr. 375 sind die wichtigsten Dinge zur Versorgung von vitalen und Problemkälbern, der Organisation der Erstkolostrumgabe bis hin zu Tipps für die Kennzeichnung und Dokumentation zusammengefasst und niedergeschrieben.

Kontrolle von Abkalbung und Aufzucht

Wie aktuelle Untersuchungen belegen, beeinflussen die Kalbung sowie die Aufzuchtintensität und -gesundheit die Leistungsbereitschaft der späteren Milchkuh stärker als angenommen. ... Mehr im Download.

Wachstum nach Plan

Nur gesund aufgewachsene und bedarfsgerecht versorgte Kälber werden später den Anforderungen einer Hochleistungskuh auch mehrere Nutzungsjahre gewachsen sein.

Bauen in der Milchviehhaltung - Der tiergerechte Stall

Die Haltungsansprüche der Milchkühe an die Gebäude werden sich nicht ändern. Dagegen sind zunehmende bauliche Anforderungen mit Rücksicht auf die Schutzgüter Wasser, Boden, Luft und auf die Umwelt zu erwarten, die mit einer tiergerechten Haltung und unter dem wirtschaftlichen Druck den Milcherzeugung in Einklang zu bringen sind. Gesucht sind kostengünstige, flexible Laufstalllösungen, die sich im Ländlichen Raum einpassen. Mehr im Download

Ausbleibende Trächtigkeit gesunder Milchkühe

Probenahme © IFN, Anja Peters

In der Studie wurde untersucht, wie relevant eine durch hohe Milchleistung bedingte höhere Stress- bzw. Stoffwechselbelastung für das Ausbleiben der Fruchtbarkeit bei ansonsten klinisch gesunden Milchkühen ist und inwieweit eine längere freiwillige Wartezeit die Bereitschaft der Kühe für eine wiederholte Trächtigkeit verbessern kann.
Die Kühe mit einer freiwilligen Wartezeit von 120 Tagen konnten alle innerhalb von 60 Tagen nach Beendigung der freiwilligen Wartezeit besamt werden, während es in der Vergleichsgruppe nur 92 % waren. Die Trächtigkeitsrate nach der ersten Besamung lag bei 120-tägiger Wartezeit mit 40,7 % um 10,3 % höher als in der Vergleichsgruppe. In der spät besamten Gruppe traten keine embryonalen Fruchtverluste auf, während dieses in der Vergleichsgruppe 8,9 % der Trächtigkeiten betraf.

Abkalbung in Einzelboxen

Kuh mit neugeborenen Kalb
Schriftenreihe, Heft 14/2016  © LfULG, Dr. Ilka Steinhöfel

In einer vergleichenden Studie sind Haltungssysteme mit Einzel- und/oder Gruppenabkalbeboxen betrachtet worden. Anhand von Verhaltensbeobachtungen, Cortisol- und Estradiolgehalten im Blut, bakteriologischen Befunden, Gesundheits-, Fruchtbarkeits- und Leistungsparametern wurde der Effekt der unterschiedlichen Haltung zur Kalbung bewertet. Das Einzelhaltungsverfahren stellte sich für Kuh und Kalb als unproblematisch dar. Der direkte Vergleich der Abkalbung in Gruppe oder einzeln in einer Herde zeigte keinen Unterschied in den bewerteten Parametern. Die beim Einzelhaltungsverfahren höhere Kontrolldichte führte zu einer deutlichen Reduzierung von erkrankungsbedingten Kuhabgängen in der Frühlaktation.
Die Veröffentlichung richtet sich an Landwirte, Tierärzte, Stallplaner und -ausrüster.

Optimales Wachstum von Kälbern und Jungrindern

© LfULG, Dr. Ilka Steinhöfel

Die Broschüre gibt Empfehlungen für den optimalen Wachstumsverlauf von Kälbern und Jungrindern. Im Zeitraum von 2004 bis 2014 wurde die Wirkung unterschiedlich intensiver Aufzuchtverfahren, die Nutzung der Mähstandweide für Jungrinder sowie die Bewegungsaktivität bei Jungrindern im Stall und auf der Weide untersucht.
Der Wachstumsverlauf von Aufzuchtrindern beeinflusst maßgeblich die Qualität der zur Reproduktion des Kuhbestandes bereitgestellten Färsen. Deshalb sollten alle Möglichkeiten genutzt werden, um ein intensives Wachstum der Kälber zu realisieren, spätestens ab der Geschlechtsreife die Nährstoffkonzentration zu drosseln und technologisch bedingte Verzögerungen zu vermeiden.

Ad-libitum-Tränkverfahren für einzeln gehaltene Kälber

trinkendes Kalb © LfULG, Dr. Ilka Steinhöfel

Der Bericht dokumentiert die Ergebnisse einer Untersuchung, bei der geprüft wurde, wie sich Tierverhalten, Gesundheit und Körpermasse von Kälbern entwickeln, die in den ersten Lebenstagen die Möglichkeit haben, warme Vollmilchtränke ad libitum aufzunehmen. Es wurden 78 einzeln in Iglus gehaltene Kälber der Rasse Holstein Friesian in den ersten
14 Lebenstagen ad libitum mit frischer, warmer Vollmilch über einen Tränkautomaten versorgt. Die Kälber riefen im Mittel über 9 Liter Tränke mit 7 bis 9 Mahlzeiten täglich ab. Schon am dritten Lebenstag überschritt die mittlere Abrufmenge die 10-Liter-Marke. Die höhere Tränkeaufnahme führte vor allem in der ersten Lebenswoche zu einem zügigeren Wachstumsverlauf mit mittleren täglichen Zunahmen von 1.017 g im Vergleich zu 821 g der Kontrollkälber. Durchfallerkrankungen führten zu reduzierten Abrufmengen und einer deutlich schlechteren Verwertung für das Wachstum. Die Veröffentlichung richtet sich an Landwirte und Berater.

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