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Reifeprognose für sächsischen Silo- und Körnermais

Reifeprognose 2019

Die Entwicklung der Bestände ist extrem unterschiedlich. Dies betrifft nicht nur Regionen sondern zum Teil auch Schläge innerhalb eines Betriebes. Insbesondere die hohen Temperaturen und die lang anhaltende Trockenheit machen dem Mais vielerorts zu schaffen.
Deshalb ist für das Erntejahr 2018 keine Vorhersage auf Basis von Temperatursummen möglich.

Wetterstationen des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG)

Wetterstationen des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (Quelle: LfULG)

Die Reifeprognose

Der Haupteinflussfaktor auf die Reifung von Maispflanzen ist das Wetter. Aus diesem Grund besteht eine enge Beziehung zwischen dem Abreifeverhalten des Silomaises und klimatischen Parametern, insbesondere der Temperatur.

Das so genannte »Wärmesummenmodell« wird in letzten Jahren zunehmend als Prognosemethode genutzt. Bei dieser Methode werden ab der Aussaat, dem Auflaufen oder der Blüte jeweils der Mittelwert aus Tagesmaximal- und Tagesminimaltemperatur minus 6 °C aufaddiert.

Bei Temperaturen von unter 6 °C bzw. über 30 °C geht man davon aus, dass das Wachstum der Maispflanze eingestellt ist. Die optimale Reife von Silomais ist nach langjährigem Mittel erreicht, wenn frühe Sorten 1500 °K und mittelfrühe Sorten 1540 °K erreicht haben.
Für Körnermaisbestände können adäquat 1580 bzw. 1630 °K angenommen werden. Der tägliche Trockenmassezuwachs liegt in den letzten 4 Wochen vor Erreichen des optimalen Bereiches zwischen 4 bis 12 g je kg Kolben-Frischmasse. Die Höhe ist stark abhängig von der Witterung und vom sortenspezifischen Abreifeverhalten.

Zum Zeitpunkt der optimalen Reife sollen im Kolben 58 bis 60 % Trockenmasse nachweisbar sein. Von August bis Oktober nimmt der tägliche Trockenmassezuwachs kontinuierlich ab. Der Stärkegehalt der Gesamtpflanze wächst in der Milch- und Teigreifephase täglich um 7 bis 8 g je kg Trockenmasse und der Zuckergehalt nimmt dabei um 3 bis 4 g ab. Zur Reife sollte die Gesamtpflanze im Mittel über 300 g Stärke und 70 bis 100 g Zucker aufweisen. Aber auch hier ist die Sortenspezifik zu beachten.

In systematisch angelegten Versuchen an den Standorten Nossen, Christgrün und Köllitsch, werden gegenwärtig Untersuchungen zum Abreifeverhalten durchgeführt, welche zur Überprüfung der Prognose nach dem »Wärmesummenmodell« herangezogen werden.

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