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Rapsanbau in Sachsen - Regional

Ölsaaten haben seit Anfang des Jahrtausends über 20% an Fläche gewonnen. Der Winterraps hat mit 98% den größten Anteil an der Anbaufläche und damit auch an dieser Entwicklung. 2016 wurde auf rund 128 Tsd. ha oder auf rund 18,4% der Ackerfläche Winterraps angebaut.
Der Umfang des Rapsanbaus wurde durch die bis 2008 geltende Stilllegungsverpflichtung positiv beeinflusst. Die stillgelegten Flächen konnten mit Anbau von nachwachsenden Rohstoffen (NAWARO), wie Raps, produktiv genutzt werden. Auch die allgemeine Erzeugerpreissteigerung aufgrund der gesteigerten Nachfrage (Bioöl etc.) wirkte sich positiv auf die Anbaufläche aus. Bis Ende der 1990er lag der Rapspreis unter 20 €/dt, im Wirtschaftsjahr 2012/13 bei über 45 €/dt. Im Wirtschaftsjahr 2014/15 sanken die Preise im Durchschnitt auf rund 32 €/dt. Die Preissteigerungen am Ende der ersten Dekade hatten genau wie die Preisschwankungen in den letzten Jahren kaum noch Einfluss auf den Anbau. Stattdessen bestimmten die Witterungsbedingungen vornehmlich den Anbauumfang von Raps.
2016 wurde in Sachsen wieder auf rund 18,4% der Ackerfläche Raps angebaut. Der Schwerpunkt der Rapsproduktion lag, ähnlich wie 2013, mit rund 62.000 ha (rund 48% der gesamten sächsischen Anbaufläche) im Mittelsächsischen Lössgebiet.
Die Anbaufläche für Raps hat sich im Vergleich der Zeiträume 2011-2013 und 2014-2016 sachsenweit nur marginal verändert. Regional gab es aber durchaus Unterschiede. So kam es auf den D-Standorten des Nordens zu einem Rückgang der Anbauflächen um über 5%. In den Kammlagen stieg dagegen die Anbaufläche um über 10% an. Auch im ASG 2 gab es einen Zuwachs um rund 2%. Im Mittelsächsischen Lössgebiet und im Vorland des Erzgebirges ist der Anbauumfang leicht zurückgegangen. Auch hier bestätigt sich der vermehrte Einfluss der Witterungsbedingungen auf den Anbauumfang.
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